Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Bildung Neuer Rektor verläuft sich noch in Schule

Berne/Ganderkesee - Ferienzeit, alle Schulen sind verwaist. Alle Schulen? Nein, an der Grundschule Lange Straße in Ganderkesee fand bereits still und leise eine „Einschulung“ statt. René Jonker hat dort sein Büro als neuer Schulleiter bezogen. Der 49-jährige Pädagoge tritt die Nachfolge von Rita Wieneke an, die im Januar in den Ruhestand verabschiedet wurde. Als neue Konrektorin wirkt ab August Jessica Klasen.

Ein Perspektivwechsel

„Obwohl ich schon eine Woche hier bin, verlaufe ich mich noch“, sagt Jonker. Er spricht von einem „Perspektivwechsel“, denn bis vor kurzer Zeit war er noch an der Europäischen Schule in der spanischen Hafenstadt Alicante tätig. Sieben Jahre war Jonker dort in die kooperative Schulleitung der deutschen Sektion eingebunden und hat deutsche Schüler in ihrer Muttersprache unterrichtet.

Jonker ist in Steenwijk (Niederlande) geboren. In den 1960er-Jahren zogen seine Eltern mit ihren sechs Kindern auf einen 60 Hektar großen Hof in der Wesermarsch. Während seines Referendariats habe er die deutsche Staatsbürgerschaft erworben und den niederländischen Pass abgelegt. „Seitdem bin ich das schwarze Schaf der Familie“, lacht er. Der Pädagoge war an den Grundschulen Quakenbrück und Wüsting (Gemeinde Hude) tätig. von 2003 bis 2009 leitete er die Comenius-Schule in Berne. Danach wollte er noch einmal Erfahrungen im Ausland sammeln.

Doch weil seine Familie, dazu gehören zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder, im Nordwesten leben, zogen er und seine Frau Petra zurück in die alte Heimat. „Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und möchte mitgestalten“, so Jonker. Die Landeschulbehörde habe ihm mehrere freie Stellen offeriert. In Ganderkesee habe er gleich „ein gutes Gefühl“ gehabt. „Ich habe hier einen schulfreundlichen Schulträger, einen guten Standort und vor allem ein offenes und hoch motiviertes Team.“ Bereits in den Pfingstferien hat er sich den 20 Kolleginnen und Kollegen vorgestellt.

Die Zeit in Alicante sei „schön und lehrreich“ gewesen. Wer aber glaube, er habe sieben Jahre am Strand der Costa Blanca verbracht, irre sich mächtig. Täglich dauere die Schule bis 16.15 Uhr. Die Eltern, meist Mitarbeiter des Europäischen Amts für den Binnenmarkt, hätten hohe Ansprüche an die Ausbildung ihrer Kinder.

Variante des Tennis

Will der neue Schulleiter etwas aus seiner Zeit in Alicante an der Grundschule in Ganderkesee umsetzen? Nein, sagt Jonker, er übernehme eine gute, funktionierende Schule. Allerdings vermisst der sportbegeisterte Lehrer, der vor Jahren schon einmal die Fußballer des 1. FC Nordenham und GVO Oldenburg trainiert hat, das in Spanien und Südamerika weit verbreitete Spiel Pádel, eine Variante des Tennis. Das habe er in Alicante mindestens zweimal pro Woche gespielt.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Interview
Gilt als Kämpferin für Behindertenrechte: die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen (Grüne) vor dem Werbeplakat „Ein Fest für Europa“ am Kröpke in Hannover

EUROPA-ABGEORDNETE KATRIN LANGENSIEPEN (GRÜNE) Sie kämpft in der EU für die Rechte der Menschen mit Behinderung

Stefan Idel Büro Hannover
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

BALLSPORT IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden