Wildeshausen - Ein großes Ziel hat die Privatschule Gut Spascher Sand vor Augen: Die für 2014 geplante gymnasiale Oberstufe der Integrierten Gesamtschule soll ein besonderes Profil in der ökologischen Bildung erhalten. „Bildung, Gesundheit und Ökologie sind die Mega-Themen des neuen Jahrhunderts“, sagt Schulleiter Berthold Seidel. Mit dem „integrativen Curriculum zur Umweltbildung“ hätte die Schule ein Alleinstellungsmerkmal.
Ein wichtiger Baustein des innovativen Projekts sind entsprechende Fortbildungsstrukturen. Als Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen will Seidel das Symposium „Klimawandel im Kopf“ am Mittwoch, 6. Februar, auf Gut Spascher Sand verstanden wissen. Die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur „energiekonsens“ lädt gemeinsam mit namhaften Wissenschaftlern zur Diskussion ein. Ihr Thema: Wie kann aus Klimaschutzwissen erfolgreiches Handeln werden? Zwischen 9 und 17 Uhr stellt der Verhaltensphysiologe und Entwicklungsneurobiologe Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth von der Universität Bremen seine Ergebnisse aus der Hirn- und Verhaltensforschung vor. Der EWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Brinker nimmt aus Sicht eines Energieversorgers Stellung. Weiterhin diskutieren in der Aula Prof. Dr. Stefan Schaltegger (Leuphana-Universität Lüneburg) und Prof. Dr. Gerhard de Haan (Freie Universität Berlin). Sie wollen unter anderem erklären, warum die Energiewende nur durch einen mentalen Wandel und Lernen gelingen kann.
Die Veranstaltung, die vom Bundesminister für Umwelt gefördert wird, richtet sich vor allem an Entscheidungsträger aus Schule und Wirtschaft, so Seidel. Ziel sei es, ein innovatives Weiterbildungskonzept für Führungskräfte und Möglichkeiten der zukunftsgerechten Umweltbildung in Schulen zu diskutieren. Seidel: „Wir wollen punktgenau auf die Höhe des aktuellen Wissensstand kommen.“ Der Klett-Verlag werde das Bildungsprojekt begleiten.
Die Ziele sind weiter gesteckt: Gemeinsam mit dem Verhaltensphysiologen Roth will Seidel ein „Institut für Salutogenese (Gesundheitsentstehung) und Unterrichtsentwicklung“ gründen, das in Spasche angesiedelt ist. Bereits im Sommer sollen hier die ersten Seminare starten. Gemeinsam mit vielen Partnern soll es gelingen, Problembewusstsein und Handlungsorientierung im Unterricht weiter zu verankern.
