Altenesch - Zuwachs wird es im Heimatverein Altenesch geben. Beim Herrichten eines Wagens für den Erntedankumzug bildete sich eine Gruppe von Jugendlichen, die nicht nur jede Menge Spaß an der gemeinsamen Arbeit hatte, sondern diese Treffen als Altenescher Landjugend auch in der „ernteumzugsfreien“ Zeit unbedingt fortsetzen möchte.
Damit dürfte das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder deutlich gesenkt werden, freut sich der Vorsitzenden des Heimatvereins Martin Rethorn. Gerne werden er und seine Mitstreiter die jungen Leute in den Verein aufnehmen – schließlich soll das Dorfgemeinschaftshaus der Dorfmittelpunkt für alle Al- tenescher sein.
Zudem können sie als eine Gruppe des Heimatvereins dessen Versicherungsschutz genießen und die Räumlichkeiten als Treffpunkt nutzen, sagt Rethorn. Über dieses Angebot freuen sich Kenneth Wülfing und Marius Petersen als Initiatoren der Gruppe sehr.
Die vierwöchige, tägliche Arbeit an dem geschenkten Umzugswagen habe sie zusammengeschweißt, berichten die beiden. Mit acht Leuten hätten sie den Umbau begonnen. Nachher waren es 15. „Ganz besonders viel Spaß hat dann der Ernteumzug gemacht, bei dem unser Wagen unterwegs immer voller wurde“, erzählen die beiden jungen Männer. Die regelmäßigen Treffen mit Gleichaltrigen aus dem Ort fehlen ihnen, nachdem das Spektakel vorbei ist. An Ideen, wie die Treffen einer Altenescher Landjugend aussehen könnten, fehlt es ihnen hingegen nicht.
Am vergangenen Sonnabend fand das offizielle Gründungstreffen statt.
„Das Trinken steht bei uns nicht im Vordergrund. Vielmehr wollen wir die Jugendlichen aus dem Ort zusammenbringen. Es ist doch viel schöner, wenn man etwas unternehmen kann, ohne weit fahren zu müssen“, sagt Marius Wülfing. „Die Eltern sollen ein gutes Gefühl haben, wenn sie ihre Teenager zu uns schicken. Der Jugendschutz wird strikt beachtet“, betont er.
„Im Sommer haben wir den Bau eines Schwimmstegs auf der alten Ochtum geplant“, erzählt der 20-Jährige, der besonders den Austausch bei den handwerklichen Arbeiten positiv sieht. Familie Nobis stellt auf ihrem Hof dafür eine Maschinenhalle zur Verfügung, in der nach Lust und Laune gewerkelt werden kann.
„Wir wollen aber auch die eingeschlafene Tradition, zum 18. Geburtstag den Vorgarten zu schmücken, wieder aufleben lassen“, ergänzt Kenneth (18). Man sei jedoch noch in der Findungsphase und allen Ideen gegenüber aufgeschlossen.
Kenneth und sein Freund Marius haben nach der Zustimmung der inzwischen 16 Mitstreiter erst einmal die Leitung der Landjugend übernommen – irgendwer muss das Projekt schließlich anschieben. Das nach oben hin offene Mindestalter der Alten-escher Landjugend sollte 16 Jahre sein.
