Edewecht/Bad Zwischenahn - Die Gäste hatten vielerlei zu sagen: Eineinhalb Stunden haben Vertreter von Ammerländer Schulen, Elternvertreter und Lehrkräfte in Bad Zwischenahn aus ihrem Schulalltag berichtet und über ihre Sorgen im Hinblick auf das neue Schulgesetz gesprochen: Prominente Zuhörerin war Johanne Modder, Vorsitzende der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, die versprach, dass die Hinweise, Anregungen und Bedenken in die Beratungen über den Gesetzesentwurf mit einbezogen würden. Modder war auf Einladung der Edewechter SPD-Landtagsabgeordneten Sigrid Rakow ins Ammerland gekommen, die als Gäste zudem alle eingeladen hatte, die sich Rakow gegenüber zu den geplanten Änderungen des Schulgesetzes geäußert hatten. Außerdem nahmen Gemeindevertreter an dem Gespräch im Haus Brandstätter teil.

Ein Hauptthema der Aussprache war die Inklusion und die Umsetzung des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Handicaps. Auch über die Sprachförderklassen und die Sprach-Förderschulen, die zunächst abgeschafft und nun erhalten bleiben sollen, wurde gesprochen. Ferner ging es um Aufgaben für sonderpädagogische Förderzentren und wie man künftig Kinder mit sozialen bzw. emotionalen Handicaps beschulen will. Diskutiert wurde auch über die Gleichstellung von Schulen. So kämpft die Oberschule Wiefelstede für die Einrichtung einer Oberstufe, die z.B. Gesamtschulen auch hätten. Ein weiteres Thema war die Einführung von Integrativen Gesamtschulen (IGS). Eine solche könnte möglicherweise – wenn die Elternschaft das befürwortet – in Zwischenahn entstehen.

Der Gesetzesentwurf für das neue Schulgesetz, so Sigrid Rakow, werde bald vorliegen. Rakow lud auch zu zwei weiteren Veranstaltungen zum Thema Schulgesetz ein: Am 23. Februar wird in Bad Zwischenahn der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Politze, erwartet; am 23. April will Kultusministerin Frauke Heiligenstadt das Ammerland besuchen.