Specken - Zu einem Informationsabend über die Lern- und Lehrformen an Integrativen Gesamtschulen (IGS) hatte die Elterninitiative IGS Ammerland, unterstützt von den Grünen Bad Zwischenahn für Donnerstagabend eingeladen. Als Referent war Michael Heynen von der IGS Wilhelmshaven in den „Junker van der Spekken“ gekommen. Während im ersten Teil Initiativen-Sprecher Holger Koch und Heynen die Schulform der IGS vorstellten, bestimmten intensive und teils auch heftige Diskussionen über die Errichtung einer IGS in Bad Zwischenahn den weiteren Veranstaltungsablauf.
Anwesende Eltern betonten, dass sie sich zu unrecht von Koch vertreten fühlten, da dieser ihnen unbekannt sei. Außerdem, so ihre Meinung, lehne ein Großteil der Zwischenahner Eltern eine IGS in der Gemeinde ab. Es gebe Befürchtungen, dass in einer integrativen Schulform gerade leistungsstarke Kinder unterfordert würden. Auch zögen sie Schulen mit individueller Betreuung in kleinen Klassen dem Großbetrieb einer IGS vor, betonten anwesende Eltern vor allem mit Blick auf die Hauptschule.
Aber auch Befürchtungen, eine IGS werde zur Konkurrenz zum Gymnasium und Oberschulen in benachbarten Gemeinden führen, wurden geäußert. Dieses Argument suchten sowohl Bürgermeister Dr. Arno Schilling (SPD) als auch Ludger Schlüter, Schulausschussvorsitzender und Ratsherr der Grünen, zu entkräften. So sei bislang noch nicht entschieden, ob eine IGS mit gymnasialer Oberstufe überhaupt für die Gemeinde angedacht werde. Sollte diese beschlossen werden, seien Kooperationen mit den bestehenden Schulen denkbar. Insbesondere wolle man das Gymnasium nicht schwächen, schließlich habe es sich bewährt. In dem Zusammenhang betonte Schlüter, dass die Veranstaltung keinesfalls als Parteiveranstaltung der Grünen zu deuten sei. Vielmehr wolle man dem Thema ein offenes Diskussionsforum bieten. Dennoch seien die Grünen für eine IGS.
