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Bildung Neues Team will Oberschule stärken

Horst Lohe

Rodenkirchen - „Es ist noch ganz viel im Werden“, sagt Henning Reimers (32), seit April didaktischer Leiter der Oberschule in Rodenkirchen. „Aber es läuft schon gut“, fügt Margarete May (31), seit April Konrektorin, hinzu. „Mit dem Prinzip der Oberschule sind wir sehr zufrieden. Niemand möchte mehr zurück zur Haupt- und Realschule“, unterstreicht Jürgen Janssen (62), der seit Dezember vergangenen Jahres Rektor der nach den Sommerferien 2012 gestarteten Oberschule ist.

Die neue Schulleitung der neuen Oberschule arbeitet eng im Team zusammen. „Mit zwei jungen und einem älteren Kollegen sind wir sehr gut gemischt“, sagt Jürgen Janssen. Er wohnt in Rodenkirchen, war seit Dezember 2010 Leiter der Haupt- und Realschule und davor lange Jahre Konrektor. Bis zur regulären Pensionierung in drei Jahren möchte Jürgen Janssen bleiben. „Ich gehe trotz Stress und trotz aller Probleme immer noch gerne jeden Tag zur Schule. Wenn mir morgens die ersten Schüler über den Weg laufen, geht es mir gut.“

Auch die neue Konrektorin und der neue didaktische Leiter der Oberschule sind begeisterte Lehrer.

Margarete May stammt aus einer Lehrerfamilie in Jader-außendeich. Sie unterrichtet seit 2009 in Rodenkirchen und wohnt in Oldenburg. Die 31-Jährige hat die Nachfolge des in den Ruhestand getretenen Konrektors Wolfgang Trautmann angetreten.

Henning Reimers gehört dem Rodenkircher Kollegium ebenfalls seit 2009 an. Er stammt aus Elsfleth und wohnt dort.

80 von 340 Schülern

Mit der Begrüßung von 47 Schülern in zwei neuen 5. Klassen ist die Oberschule in Rodenkirchen nach den Sommerferien 2012 gestartet. Heute werden etwa 80 der 340 Schüler in zwei fünften und zwei sechsten Oberschul-Klassen unterrichtet. In den kommenden Jahren wird die Oberschule nach und nach alle Schuljahrgänge bis zur 10. Klasse umfassen – jedoch ohne gymnasiales Angebot.

Die neue Schulleitung will die Oberschule weiter voran bringen – entsprechend der Leitidee: eine Schule für alle. Dabei soll dass Lehren und Lernen an veränderte Bedingungen angepasst werden.

In den Klassen fünf und sechs wird nicht überwiegend schulzweigbezogen unterrichtet, sondern jahrgangsbezogen: sowohl Schüler mit Hauptschulempfehlung als auch Schüler mit Realschul- oder gymnasialer Empfehlung sowie Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden in einer Klasse unterrichtet.

In der Klasse sechs werden dabei Fachleistungskurse in Englisch und Mathematik angeboten. In Klasse sieben soll eventuell der Fachleistungskurs Deutsch hinzu kommen.

Damit Schüler während des gemeinsamen Unterrichtes individuell gefördert und gefordert werden können, muss differenziert werden. Darum bemüht sich das Kollegium.

Schulleiter Jürgen Janssen zitiert den Arbeitsphysiologen Wolf Müller-Limroth, um die Herausforderungen deutlich zu machen: „Der Lehrer hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten im Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdlicher Richtung zu führen, und zwar so, dass alle bei bester Laune und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielen ankommen.“

Die neue Schulleitung möchte die Ganztagsschule ausbauen. An zwei Nachmittagen in der Woche bleiben die Oberschul-Klassen zurzeit in der Schule. Ziel ist, die Verbindung mit dem Unterricht am Vormittag zu verbessern. Überlegt wird, wie der 45-Minuten-Unterrichts-Rhythmus verändert werden kann. Es geht auch um eigenverantwortliches Lernen.

Integration ist Trumpf

In Rodenkirchen soll möglichst integrativ gearbeitet werden. So sollen diese Ziele der Oberschule erreicht werden: langes gemeinsames Lernen und möglichst langes Offenhalten der Schullaufbahn.

Bei allem Werden und allem Bemühen um Verbesserungen, dies hat die neue Oberschule laut Schulleitung bereits auf jeden Fall erreicht: Die Stigmatisierung von Hauptschülern ist vollständig verschwunden, weil jetzt alle gemeinsam lernen.

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