Lemwerder - Neun Tiere und ihre Begleiter nahmen an der Herbstprüfung des Hundesportvereins Lemwerder teil. Mit der Anzahl war die stellvertretende Vorsitzende Ina Erstling zufrieden.

Für sechs Hunde und ihre Begleiter ging es dabei zur Fährtenhundeprüfung 2 nach Bookholzberg. „Mindestens drei Stunden vorher müssen die Fährten dazu für jedes Tier gelegt werden. Die Reihenfolge der Prüflinge wird dann ausgelost, damit jeder die gleichen Chancen hat“, erklärte Ina Erstling, die mit ihrem Schäferhund „Diego“ zu den Teilnehmern gehörte, die der Leistungsrichter Norbert Bölsche prüfte. „Diego“ erreichte 94 Punkte.

Den ersten Platz mit 97 Punkten teilten sich Marcus Dissars mit „Bo“ und Anke Horn mit „Leo“. Auf dem zweiten Platz landeten mit einem Punkt weniger Karin und Svenja Haye mit „Merlin“ und „Leo“. Für Heinz Münker mit „Senta“ gab es 93 Punkte.

Genau wie bei der Fährtensuche bestanden auch alle drei Teilnehmer, deren Hunde an der „verkehrssicheren Begleithundeprüfung“ teilnahmen, den Test. Thomas Helpap mit „Rhania“ bestand die Begleithundeprüfung als bestes Team. Adolf Erstling war mit „Falk“ erfolgreich.

Katrin Runge war das erste Mal dabei, um mit „Thyssen“ diese Prüfung abzulegen. Dass der dreijährige Labrador-Border-Collie-Mix überhaupt noch lebt, hat er seinem engagierten Frauchen zu verdanken. Vor einem Jahr drohte dem Tier, eingeschläfert zu werden, weil die vorherigen Besitzer nicht mehr mit „Thyssen“ zurechtkamen.

Katrin Runge nahm den falsch erzogenen Hund zu sich, um ihm noch eine letzte Chance zu geben. Sie holte sich kompetenten Rat und trat im Januar dem Hundesportverein bei. „Schon nach dem ersten Tag konnte ich die ersten Fortschritte bei ,Thyssen’ bemerken. Heinz Münker lag mit seinen Ermahnungen zur strickten Konsequenz genau richtig“, erinnert sich Katrin Runge, die seitdem regelmäßig mit ihrem Hund am Training teilnahm. Inzwischen sei „Thyssen“ zu einem freundlichen und sehr lernwilligen Hund geworden, der weder anderen Hunden noch Menschen gegenüber aggressiv ist, freute sich sein Frauchen.

Den Wesenstest, den „Thyssen“ zuerst bestehen musste, konnte sie nach mehr als neun Monaten konsequenter Erziehung gelassen entgegen sehen. Dieser Test gehört, ebenso wie eine Chipkontrolle, mit zum festgelegten Prüfungsablauf.