Neustadtgödens - Was für eine Entwicklung: 27 Jahre nach dem Bau des ersten Kindergartens bekommt Neustadtgödens eine zweite Kindertagesstätte. „Darauf sind wir stolz“, sagte Marion Homfeldt: Die Leiterin der beiden Kindergärten freute sich, gemeinsam mit Rat und Verwaltung eine gute Lösung für die Kinder gefunden zu haben. Am Samstag wurden die beiden Kindergärten beim Tag der offenen Tür mit einem großen Sommerfest erstmals vorgestellt.
Lange waren die fehlenden Kita-Plätze in Neustadtgödens ein Problem. Der vor 27 Jahren gebaute Kindergarten bot Platz für eine Regelgruppe und eine Krippengruppe; als die Warteliste immer länger wurde, konnte eine zusätzliche Regelgruppe für begrenzte Zeit in einen nicht genutzten Raum der Schule ziehen. Doch seitdem auch dort die Schülerzahlen wieder steigen benötigt die Schule den Raum selbst. Zudem galt die Ausnahmeregelung nur vorübergehend. Und Krippenplätze fehlten ebenfalls.
Statt ganz neu zu bauen, beschlossen Sandes Rat und Verwaltung, das angrenzende, wenig genutzte Gemeindehaus umzubauen. Das lief indes nicht so problemlos wie gedacht: die Bauzeit verlängerte sich, das Geld reichte nicht. Mit rund fünf Monate Verzug konnte der neue Kindergarten am 12. Februar bezogen werden. Statt 500 000 Euro kostete der Umbau rund 670 000 Euro.
Doch nun haben sich die Kinder eingelebt – und alle Interessierten konnten sich nun ebenfalls umsehen. Schön ist der Kindergarten geworden, da waren sich alle einig. Und das frühere Gemeindehaus ist eigentlich nur noch von außen zu erkennen. Jetzt gibt es in beiden Einrichtungen 80 Plätze – 50 für Regelgruppenkinder und 30 für Krippenkinder. Alle Plätze sind belegt, eine Warteliste wird noch nicht geführt.
Beim Fest gab es Aufführungen und Spiele, vor allem aber konnten sich Eltern, Großeltern und Einwohner umsehen und sich das pädagogische Konzept erläutern lassen. Marion Homfeldt legt viel Wert auf Zusammenarbeit mit der benachbarten Grundschule. Sie will mit ihrem Team bei den Kindern möglichst optimale Grundlagen für ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben legen: „In einer Welt, die sich immer rascher verändert, ist das eine besondere Herausforderung.“
