Rastede - Der Umgang mit einem Computer gehört heute schon für Kinder zum Alltag. Darauf reagieren auch die Schulen und integrieren die Arbeit mit neuen Medien fest in den Unterricht – bereits ab der ersten Klasse. Dafür benötigen sie freilich möglichst moderne Geräte. Schließlich unterliegt die Technik einem schnellen Wandel.
An der Grundschule Feldbreite ist die Freude deshalb groß, dass im Computerraum nun 13 Rechner in Betrieb genommen werden konnten. Der Förderverein der Grundschule hatte die Geräte bereits im Sommer vorigen Jahres von der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik in Diepholz gespendet bekommen.
Zwar haben auch diese Geräte schon fünf Jahre auf dem Buckel, sind aber dennoch ein echter Fortschritt für die Schule. „Unsere letzten Rechner waren bereits elf Jahre alt. Damit war keine adäquate Arbeit mehr möglich“, schildert Schulleiterin Anna Hobusch.
„Es hat eine Weile gedauert, alle Computer für unsere Zwecke umzurüsten, sie mit einem neuen Betriebssystem auszustatten und Lernsoftware zu installieren“, berichtet Lehrerin Sieglinde Thum-Wagener. Allein dafür habe der Förderverein 2100 Euro zur Verfügung gestellt, erzählt Vorsitzende Christina Kircher.
„Die Computer kommen der ganzen Schule zugute. Sie sind grundlegender Bestandteil der Arbeit“, freut sich Anna Hobusch über die Spende. In der ersten und zweiten Klasse lernen die Schüler das Starten und Beenden des Rechners, die wichtigsten Begriffe, den Umgang mit Maus und Tastatur und das Starten von Lernprogrammen.
„Wir arbeiten viel mit dem Antolin-Programm, das der Leseförderung dient“, berichtet Sieglinde Thum-Wagener. Die Schüler lesen Bücher und beantworten am Computer Fragen zum Inhalt. „Sie erhalten sofort eine Rückmeldung über Punktzahl und Leseerfolg“, sagt die Lehrerin und fügt an: „Das Programm fördert die Motivation, Bücher zu lesen.“ Das Konzept scheint aufzugehen: „Beim Lesevergleich in Niedersachsen liegen wir regelmäßig über dem Landesdurchschnitt“, berichtet Anna Hobusch.
Computer werden an der Grundschule Feldbreite aber nicht nur zur Leseförderung eingesetzt. Im Sachkundeunterricht nutzen die Schüler das Internet, um Informationen zu beschaffen. Im jüngsten Projekt erstellten sie Steckbriefe über heimische Tiere und recherchierten zum Thema Wald.
Dritt- und Viertklässler können zudem in der Computer-AG mitmachen. „Die Schüler lernen, dass man mit einem Rechner mehr machen kann als zu spielen, und sie erfahren mehr über Sicherheit im Internet und über Gefahren, die dort lauern“, schildert Sieglinde Thum-Wagener.
Gerade dem letzteren Punkt kommt dabei große Bedeutung zu. „Zu Hause haben die Kinder ständig mit neuen Medien zu tun. Viele haben sogar schon einen eigenen Computer“, weiß die Lehrerin.
