Lastrup - Eigentlich war alles wie in den letzten Jahren. 70 an der Natur und der Jagd interessierte Kinder trafen sich im Rahmen der Ferienpassaktion beim Dorfgemeinschaftshaus in Schnelten. Dort gaben die Lastruper Jagdhornbläser das Startzeichen. Dann ging es mit den vier Jagdwagen ins Revier. Allerdings regnete es in diesem Jahr bei dieser Ferienpassaktion zeitweise in Strömen. Trotzdem ließen sich Jäger und Kinder nicht ihren Spaß nehmen und hielten bis zum Abschlussgrillen durch.
An acht Stationen erzählten die Fachleute des Hegerings Lastrup den Mädchen und Jungen kindgerecht Wissenswertes über den Wald, die Tiere und die Jagd. So sollten die Kinder spielerisch an die Natur herangeführt werden.
„Denn wer die Natur nicht kennt, kann sie später auch nicht schützen. Die Kenntnisse über die heimische Tier- und Pflanzenwelt werden immer geringer“, weiß nicht nur der Organisator dieser Ferienveranstaltung, Bernd Böckmann. „Das Wissen über die Pflanzen des Waldes war nicht sehr ausgeprägt“, stellte denn auch Marion Möller fest. An ihrer Station sollten die in acht Gruppen eingeteilten Kinder Pflanzen des Waldes bestimmen. An anderen Stationen durften die Grundschulkinder nicht nur „niedliche“ Hundewelpen füttern und streicheln, sie lernten auch vieles über die Arbeit mit dem Jagdhund. So konnten sie zum Beispiel einen Hund einweisen und einen Dummy apportieren lassen.
Bei Förster Hubert Brüning erfuhren die Kinder, warum Jäger Wild schießen und was Raubwild anrichten kann. „Wenn eine Elster zum Beispiel ein Buchfinkennest erspäht, holt sie alle Jungtiere aus dem Nest“, erzählte Brüning. Ganz spannend wurde es, als ihnen Monika und Günter von Höven ihre zahmen Frettchen vorstellten. Ein Frettchen zu streicheln, es in der Kapuze der Jacke herumzutragen oder es auf den Arm zu nehmen, trauten sich nicht alle Kinder.
Besonderen Spaß hatten die Kinder auch, als sie unter Anleitung mit dem Bogen Schießübungen veranstalten konnten. Als Andenken gestaltete jedes Kind mit Serviettentechnik einen Blumentopf und konnte zudem darin eine Nordmannstanne pflanzen und sie als Souvenir mitnehmen.
Jäger Dirk Albers, der den Kindern wichtige Verhaltensregeln im Wald erläuterte, bedauerte, dass er den Mädchen und Jungen nicht die Exponate der rollenden Waldschule zeigen konnte. Bei einem Brand der Scheune in Bethen, in der sie untergestellt war, sei sie so beschädigt und verrußt worden, dass sie nicht erneuert werden könne.
Alle Teilnehmer wurden nach einer Stärkung mit Bratwurst und Getränken mit dem Kinder-Jagdschein belohnt. „Es freut uns, dass diese Veranstaltung jedes Jahr so gut angenommen wird. Das ermutigt uns dann auch, sie im nächsten Jahr wieder anzubieten“, versprach Hegeringsleiter Bernhard Böckmann.
