Blexen - „Wasser ist mein Element“, sagt Michaela Onken. Sonntags legt sie eine Ruhepause ein, aber ansonsten vergeht kein Tag in der Woche, an dem die Blexerin nicht ins Wasser springt. In ihrer Jugend war sie als Leistungsschwimmerin beim Blexer TB aktiv, seit 20 Jahren gibt sie Schwimmunterricht, mittlerweile beim SV Nordenham.
Als das Hallenbad Nord in Einswarden eröffnet wurde, war Michaela Onken die Erste, die vom Startblock ins Wasser springen durfte. Damals war sie 11 Jahre alt. Inzwischen ist sie 48 und bringt Kindern das Schwimmen bei. Die ehrenamtliche Arbeit mit den Kindern macht der gelernten Bürokauffrau einen Riesenspaß. Beim SVN gibt sie mehrere Kurse. Außerdem gibt sie den Schwimmunterricht für die Schüler den Grundschulen St. Willehad und Phiesewarden. In Phiesewarden ist sie zudem als pädagogische Betreuungskraft tätig. Hinzu kommt ein Aqua-Training-Kursus, den die 48-Jährige, für die Kreisvolkshochschule anbietet.
Wie viele Kinder bei Michaela Onken das Schwimmen gelernt haben, kann sie nicht sagen. Aber es dürften einige Hundert gewesen sein. Natürlich ist dabei Einfühlungsvermögen gefragt. „Alle Kinder sind verschieden“, sagt Michaela Onken. Da gibt es die eher Mutigen und die eher Ängstlichen. Michaela Onken weiß, wie sie mit den Kindern umgehen muss. Sie hat selbst drei Kinder großgezogen, die inzwischen erwachsen sind. Außerdem hat sie auch schon als Tagesmutter gearbeitet.
Kein ernsthafter Unfall
Michaela Onken hält es für überlebenswichtig, dass die Kinder frühzeitig Schwimmen lernen. „In einer Gegend mit so vielen Gewässern sollte das selbstverständlich sein“, findet die Blexerin. Deshalb setzt sie sich gerne dafür ein. Froh ist Michaela Onken, dass es in 20 Jahren als Schwimmtrainerin noch nie einen ernsthaften Unfall gegeben hat.
Um ihre Übungsleiterlizenz zu verlängern, muss Michaela Onken regelmäßig an Lehrgängen teilnehmen. Auch die Kenntnisse in Erster Hilfe müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Michaela Onken steht zudem gelegentlich auch als Kampfrichterin am Beckenrand.
Und damit nicht genug. Als Michaela Onken von einem Patenschaftsmodell des Landkreises hörte, bei dem ehrenamtliche Paten für die Kinder psychisch kranker Eltern gesucht wurden, fühlte sich die Blexerin sofort angesprochen.
Sie absolvierte die entsprechende Ausbildung und kümmerte sich anschließend zweimal in der Woche für je zwei Stunden um ein Mädchen, deren Mutter für die Entlastung sehr dankbar war. „Wir haben uns mit unseren Hunden beschäftigt oder sind zum Schwimmen gegangen“, erzählt die 48-Jährige. Auch diese Aufgabe macht Michaela Onken großen Spaß.
Hundeliebhaberin
Bei all dem ehrenamtlichen Einsatz nimmt sich die dreifache Mutter auch noch Zeit für ihre Hobbys. Sie spielt Volleyball und macht Tae Bo. Und mit viel Liebe kümmert sich Michaela Onken um ihren Dalmatiner und ihren Border-Collie.
