Elisabethfehn - 13 unbegleitete minderjährige ausländische Kinder und Jugendliche sind derzeit im Landkreis Cloppenburg untergebracht. Das teilte Irmgard Lottmann, Leiterin des Kreis-Jugendamtes, auf der Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises mit. Dieser tagte am Donnerstagnachmittag in den Räumen der Soesteschule in Elisabethfehn.
Nach Angaben Lottmanns sind diese unbegleiteten Jugendlichen durchweg männlich und zwischen 14 und 17 Jahre alt. „Wir haben 26 Pflegefamilien im Landkreis, die bereit sind, Jugendliche aufzunehmen. Einige Familien können auch zwei aufnehmen“, erklärte Lottmann dem Ausschuss. Andere seien in Jugendhilfeeinrichtungen untergebracht. Alle anfallenden Kosten übernimmt dabei das Land Niedersachsen. „Dazu erhalten wir eine Pauschale von 2000 Euro pro unbegleitetem Jugendlichen“, sagte die Amtsleiterin. „Die Rückmeldungen, die von den Pflegefamilien kommen, sind durchweg positiv.“
Nach der aktuellen Quote wird der Landkreis Cloppenburg insgesamt 61 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge aufnehmen müssen. „Es wird also noch einiges auf uns zukommen“, so Lottmann.
Zu Beginn der Ausschusssitzung stellten Schulleiter Kai Kuszak, sein Stellvertreter Uwe Kunze sowie Marc Glüsing, der die Praxisklasse in Dreibrücken leitet, die Förderschule in einer Präsentation vor.
Weiterhin berichtete Kreisjugendpflegerin Alexandra Pille von ihrer Arbeit in diesem Jahr. Unter anderem wurden im Landkreis Cloppenburg zwei Alkohol-Testkauf-Aktionen durchgeführt. Beim ersten Testkauf stellten die Mitarbeiter in 25 Einrichtungen sechs Verstöße fest, beim zweiten wurden in 24 Einrichtungen zwölf Verstöße festgestellt. „Ich bin sehr gespannt auf den dritten Testkauf, den wir in diesem Jahr noch durchführen werden“, sagte Alexandra Pille.
Ein wichtiger Punkt ihrer Arbeit seien auch die regelmäßigen Alkoholkontrollen bei den Karnevalsumzügen. Im Gegensatz zu Ramsloh sei die Zusammenarbeit mit den Karnevalsvereinen in Lastrup nicht mehr so gut, kritisierte Alexandra Pille.
