NORDENHAM - Die Lehrerin Elvira Passmann-Grosch und die Schulassistentin Helga Nimptsch sind von der Realschule I verabschiedet worden. Sie haben ihren Ruhestand angetreten.

Ein Pol der Freude

Helga Nimptsch tritt in die passive Phase der Altersteilzeit ein. Ursprünglich hatte sie den Beruf der Zahnarzthelferin gelernt, ehe sie 1973 Schulsekretärin der Hauptschule in Tossens wurde. Im Zuge der Einführung der Orientierungsstufe wurde sie 1974 aufgrund eines Verwaltungsirrtums zur Schulassistentin berufen. Das brachte eine volle Stundenzahl, bessere Vergütung und ein völlig anderes Arbeitsfeld mit sich.

2004 wurde Helga Nimptsch zur Realschule Nordenham I abgeordnet, 2005 wechselte sie ganz an ihre neue Wirkungsstätte. Die kommissarische Schulleiterin Heidrun Beck würdigte sie als „Multitalent“.

Zur Verabschiedung von Helga Nimptsch war auch ihr früherer Chef Hans-Jürgen Küper gekommen. Der ehemalige Leiter der Hauptschule Tossens und jetzige Rektor der Hauptschule Jaderberg sagte, Helga Nimptsch sei stets ein Vorbild ein Freundlichkeit und Zuverlässigkeit und ein Pol der Freude. Sie scheue keinen Einsatz und habe Schüler in allen Lebenslagen betreut, Klassenfahrten begleitet, als Seelsorgerin gewirkt: Lob sei ihr dabei oft unangenehm gewesen. „Ich habe doch nur meine Arbeit gemacht“, habe sie gesagt. Küper bezeichnete Helga Nimptsch als „Mutter der Schule".

Helga Nimptsch dankte dem Kollegium und den Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit. Sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Schulzeit – schöne Zeit", bilanzierte sie, „36 Jahre Schuldienst haben mich jung und fit gehalten."

Elvira Passmann-Grosch begann ihren Schuldienst in Niedersachsen am 1. Februar 1978. Die in Koblenz Geborene studierte in Bonn und lernte dort ihren Mann Thomas Passmann kennen. Das Referendariat leistete sie in der Nähe von Freiburg ab. Ende der 70er Jahre bewarben sich die Passmanns in Niedersachsen, wo zunächst Thomas Passmann eine Anstellung fand, bevor Elvira Passmann-Grosch an die Realschule I kam.

Fröhliche Sprüche

Allerdings erhielt sie sogleich eine Abordnung an die Realschule Am Luisenhof, in der sie viele Jahre lang wirkte. Sechs Monate im Jahr 2001 und für das Schuljahr 2004/ 2005 wurde Elvira PassmannGrosch erneut an die Realschule I zurückgerufen, um das Mangelfach Französisch abzudecken. Im Abordnungsjahr habe sie sich so wohl gefühlt in der Schule an der Pestalozzistraße, dass sie ganz an die Realschule I wechselte, sagte Heidrun Beck. Das frühe Dienstende ist ihrer Gesundheit geschuldet.

Roswitha Beck hob die stets gute Laune und den Humor der Kollegin hervor, deren Lachen und fröhliche Sprüche vermisst würden. Passmann-Grosch hatte sich im Fachbereich Sprachen engagiert und auch in Kunst zusammen mit Kolleginnen diverse Projekte mit Schülern betreut und in Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert.