NORDENHAM - Die sinkenden Schülerzahlen wirken sich aus. Die künftige Nutzung des Schulgebäudes in FAH ist noch nicht geklärt.

von norbert hartfil

NORDENHAM - Schneller als erwartet will die Luisenhof-Schule ihre Außenstelle in Friedrich-August-Hütte auflösen. Bereits mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 sollen auch die 5. und 6. Klassen im Haupthaus in Einswarden unterrichtet werden. Diese Marschrichtung bestätigte der Leiter der Luisenhof-Realschule, Wolfgang Battenberg, auf Anfrage der NWZ . „Wir wollen alle Schüler unter einem Dach haben“, sagte der Rektor, „das hat viele Vorteile.“ Sobald die Zahl der Klassen und das Raumangebot es hergeben, soll die Zusammenlegung erfolgen. Das dürfte nach Battenbergs Einschätzung im Sommer nächsten Jahres der Fall sein.

Zunächst war davon ausgegangen worden, dass aus Platzgründen die 2004 eingerichtete Übergangslösung mit der Außenstelle in FAH für zehn bis zwölf Jahre von Bestand sein würde. Doch inzwischen sieht die Situation ganz anders aus, weil die Schülerzahlen kräftig sinken. Daran ist laut Battenberg nicht nur der allgemeine Geburtenrückgang verantwortlich, sondern auch der freie Elternwille bei der Auswahl der weiterführenden Schulform. So leidet vor allem die Hauptschule unter dem Trend, dass viele Eltern ihre Kinder entgegen der Empfehlungen lieber auf höhere Schulen schicken. In diesem Schuljahr hat die Luisenhof-Hauptschule noch knapp die Zweizügigkeit halten können. Und die Kurve der nächsten Jahre zeigt weiter nach unten.

Battenberg geht davon aus, dass ab Sommer 2008 eine gemeinsame Unterbringung aller Luisenhof-Schüler der Klassen 5 bis 10 im Haupthaus möglich sein wird. Für die Zusammenlegung sprechen laut Battenberg neben den Kostengründen auch pädagogische Argumente. Die Entscheidung, ob und wann alle Klassen in Einswarden zusammengefasst werden, trifft letztlich der Landkreis Wesermarsch als Schulträger.

Der sich abzeichnende Rückzug der Luisenhof-Außenstelle wirft Fragen zur künftigen Nutzung des Schulgebäudes an der Margarethenstraße auf, das dann zur Hälte leer steht. Alleine für die Grundschule FAH wäre das 2004 mit Mensa und Küche ausgestattete Gebäude eine Nummer zu groß. Daher machen Gedankenspiele die Runde, an dem Standort in FAH mehrere Grundschulen zusammenzulegen. Neben der bestehenden Schule kämen dafür die einzügigen Grundschulen in Phiesewarden und Einswarden in Betracht. Offiziell will bisher allerdings niemand diese Überlegungen bestätigen.

Der zuständige Amtsleiter bei der Stadtverwaltung, Jens Freese, weiß zwar, dass die Luisenhofschule über kurz oder lang mit einem Rückzug aus FAH liebäugelt. „Aber noch haben wir dazu keine Mitteilung des Landkreises erhalten“, sagt Freese, „erst wenn die vorliegt, beschäftigen wir uns mit dem Thema.“ Die Stadt Nordenham ist Träger der Grundschulen und somit für die Standortstrukturen zuständig.