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Gymnasium 250 Jungen und Mädchen „eingeschult“

Jens Milde

NORDENHAM - Finn Lankenau aus der 6ST und Nicole Grube aus der 5A haben sich einen Ehrenplatz in der Geschichte des Nordenhamer Gymnasiums gesichert. Die beiden Schüler durchschnitten am Mittwoch gemeinsam mit Schulleiter Klaus-Dieter Laske und Landrat Michael Höbrink das Absperrband vor dem Trakt des Gymnasiums, in dem der Landkreis neue Klassenräume eingerichtet hat. 600 000 Euro hat sich der Landkreis den Umbau und die Einrichtung kosten lassen.

Buntes Programm

Der Tag nach den Zeugnisferien war für die Fünft- und Sechstklässler ein ganz besonderer. Wie die

NWZ

  berichtete, gibt das Gymnasium seine Außenstelle in der Südschule auf. Die beiden jüngsten Jahrgänge hatten gestern ihren ersten Schultag im Haupthaus. Und der wurde kräftig gefeiert. Die 250 Schüler hatten für ihre „Einschulung“ gemeinsam mit ihren Lehrern ein kunterbuntes Programm auf die Beine gestellt. Die Streicherklasse sorgte für einen stimmungsvollen Auftakt. Es gab selbst verfasste Gedichte, Musik-, Tanz- und Gesangsdarbietungen. Die Klasse 6B gab den „Umzugsrap“ zum Besten.„Es wächst zusammen, was zusammengehört“, sagte Michael Höbrink bei der Feier. Er sei froh, dass der Einzug der Fünft- und Sechstklässler ins Haupthaus möglich war, ohne anzubauen. Wie die

NWZ

  berichtete, sind mehrere neue Klassenräume im Neubau eingerichtet worden. Durch den Wegfall der 13. Klasse und den Umzug des Kreismedienzentrums ist zusätzlicher Platz entstanden. So ist das Gymnasium nun in der Lage, alle Schüler unter einem Dach zu unterrichten.

Klaus-Dieter Laske machte kein Geheimnis daraus, dass er nie besonders glücklich war über die Teilung. „Die fünften und sechsten Klassen haben uns gefehlt“, sagte er. Klaus-Dieter Laske erinnerte daran, dass die beiden Jahrgänge beim Weihnachtsmarkt im Haupthaus und bei anderen gemeinsamen Veranstaltung immer viel Engagement gezeigt haben. „Ihr habt immer Leben in die Bude gebracht.“

Ein dickes Dankeschön richtete der Schulleiter an die Außenstellenleiterin Ingrid Bergmann. Und an alle anderen Kollegen. Etwa 80 Prozent der Lehrer mussten viele Jahre lang zwischen beiden Standorten pendeln, einige bis zu dreimal am Tag. Dadurch sei viel Zeit verloren gegangen, auch für Gespräche untereinander. „Viele Kollegen haben sich das Pausenbrot auf dem Beifahrersitz zurechtgelegt.“ Damit ist es nun vorbei.

Die neuen Klassenräume sind bereits komplett eingerichtet. Noch nicht ganz fertig ist der naturwissenschaftliche Fachraum im ersten Stock. Spätestens Anfang März soll aber auch dieser Raum nutzbar sein, kündigte Klaus-Dieter Laske an. Nach den Worten von Michael Höbrink wird noch ein Internet-Café eingerichtet. Etwas mehr Zeit wird die kindgerechte Gestaltung des Schulhofs in Anspruch nehmen. Der Schulleiter hofft, dass mit den Baumaßnahmen im April begonnen werden kann. 140 000 Euro stellt der Landkreis dafür zur Verfügung. Eine Arbeitsgruppe der Schule berät darüber, wofür das Geld verwendet werden soll.

Auch kritische Stimmen

Der Elternratsvorsitzende Reiner Willms legte dem Landrat ans Herz, über eine Aufstockung der Mittel nachzudenken, die seiner Ansicht kaum ausreichen. Reiner Willms sprach über die Vorzüge der gemeinsamen Schule. Er ließ aber nicht unerwähnt, dass es in der Elternschaft auch kritische Stimmen gab. Die Außenstelle sei auch eine Art „Schutzraum zum Eingewöhnen“ gewesen.

Waren die Fünft- und Sechstklässler in der Südschule, die sie sich mit den Grundschülern teilten, die „Großen“, so sind sie nun die „Kleinen“. „Und da muss man manchmal um die besten Plätze in der Mensa kämpfen“, sagte Magdalena Eger von der Schülervertretung. Gemeinsam mit Freyja Steinke, die ebenfalls der SV angehört, hieß sie die 250 neuen Mitschüler willkommen und bot ihnen Hilfe an, wenn es Probleme geben sollte.

 @ Mehr Bilder unter

http://www.NWZonline.de/fotos-wesermarsch

NWZ

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