NORDENHAM - Die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen. Nach den Zeugnisferien am 1. Februar werden knapp 250 Schüler umziehen. Die Fünft- und Sechstklässler des Nordenhamer Gymnasiums verlassen die Außenstelle Süd. Sie werden künftig im Haupthaus an der Bahnhofstraße unterrichtet. Und dort haben sich in den vergangenen Wochen die Handwerker die Klinken in die Hand gegeben, um neue Klassenräume zu schaffen.
600 000 Euro investiert
„Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist alles fertig“, sagt die Leiterin der Außenstelle Süd, Ingrid Bergmann. Der Landkreis als Schulträger hat rund 600 000 Euro in das Gymnasium investiert, wie der zuständige Fachdienst Schulen, Kultur und Sport auf Nachfrage mitteilt.
Fünf fünfte und vier sechste Klassen werden ihr vertrautes Umfeld verlassen. Nach den Worten von Ingrid Bergmann werden die Sechstklässler ins Erdgeschoss des Neubaus ziehen. Dort sind die ehemaligen Kunsträume zu Klassenräumen umgebaut worden. Für die Fünftklässler hat die Schule Klassenräume im Altbau reserviert. Durch den Wegfall des 13. Jahrgangs und durch den Umzug des Kreismedienzentrums in die Räume der Stadtbücherei ist reichlich Platz entstanden. Das versetzt das Gymnasium in die Lage, alle Schüler unter einem Dach zu unterrichten.
Wie Ingrid Bergmann mitteilt, werden die Fünft- und Sechstklässler zu ihrem Einzug ins Haupthaus am 1. Februar ein Programm mit Gedichten, Rap und Tanzvorführungen auf die Beine stellen. Die Streicherklasse spielt. Zu den geladenen Gästen gehört auch Landrat Michael Höbrink.
Ein Problem sieht Ingrid Bergmann noch bei der Schulhofgestaltung. 40 000 Euro stehen der Schule zur Verfügung, um den Außenbereich so zu gestalten, dass er auch den Bedürfnissen der jüngeren Jahrgänge gerecht wird. Die Außenstellenleiterin macht kein Geheimnis daraus, dass mit dieser Summe keine großen Sprünge möglich sind. Die Lehrerin gehört einer Arbeitsgruppe an, die eine Prioritätenliste für die Schulhofgestaltung erstellt hat. Ganz oben steht die Sanierung des in die Jahre gekommenen Sportfeldes nördlich des Altbaus.
Zusätzliche Kosten
Durch den Umzug der Fünft- und Sechstklässler wird demnächst ein Trakt der Südschule komplett und ein weiterer zum Teil leer stehen. Nachmieter sind zurzeit nicht in Sicht, teilte der Leiter des städtischen Amtes für Bildung und Freizeit, Jens Freese, auf Nachfrage mit. Den Aula-Trakt kann die Grundschule weiterhin nutzen. Der ab Februar verwaiste Trakt wird „auf Grundlast gefahren.“ Das bedeutet: Er wird so geheizt, dass keine Frostschäden entstehen. Unter dem Strich kommen zusätzliche finanzielle Belastungen auf die Stadt zu. Denn bisher haben sich der Landkreis und die Stadt die Kosten für den Unterhalt des Gebäudes entsprechend der Schülerzahlen geteilt.
