Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

GYMNASIUM Ein Jahrgang mit doppelter Besetzung

NORBERT HARTFIL

NORDENHAM - Mit einem unguten Gefühl haben viele Schüler, Eltern und Lehrer dem Unterrichtsbeginn am Gymnasium nach den Sommerferien entgegengesehen. Die Sorgen bezogen sich auf den Doppeljahrgang, mit dem das Schuljahr 2009/2010 einen besonderen Stellenwert in der Geschichte des Gymnasiums sicher hat. Aufgrund der Einführung des Turboabiturs mussten die Schüler aus den Klassenstufen 11 und 12 zusammengefasst werden und bilden jetzt die sogenannte Qualifzierungsstufe 1 – im Fachjargon als Q 1 abgekürzt. Die Befürchtungen, die mit der Bildung dieses XXL-Jahrgangs einhergingen, haben sich nach den ersten Erfahrungen allerdings nicht bestätigt. „Die Ängste waren unbegründet“, sagt Schulleiter Klaus-Dieter Laske, „bei uns hat es keine größeren Probleme gegeben.

Allerdings erforderte der Start des Doppeljahrgangs einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Die Oberstufenkoordinatoren Thomas Passmann und Doris Hölzel hatten alle Hände voll zu tun, um die Kurswünsche der 177 Q-1-Schüler zu erfüllen. Dabei waren die beiden ganz froh, dass ihnen der bisherige Organisationschef Herbert Kaiser, der mittlerweile den Ruhestand angetreten hat, mit Rat und Tat zur Seite stand. „Es hat alles gut geklappt“, sagt Thomas Passmann, „bis auf ganz wenige Ausnahmen haben alle Schüler das bekommen, was sie gewählt haben.“

Schulleiter Klaus-Dieter Laske betont, dass auch die Lehrer mit der Einteilung der Stundenpläne zufrieden seien. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass auf die Oberstufenlehrer in den Prüfungsfächern eine „doppelte Menge an Arbeit“ zukommt. Denn anstelle von sonst 80 müssen im Frühjahr 2011 fast 180 Gymnasiasten durch die Prüfungen geführt werden. „Bei den Korrekturen wird das eine enorme Belastung geben“, sagt KlausDieter Laske.

Zwölf zusätzliche Lehrer

Im Gegensatz zu den Vorjahren steht das Kollegium des Gymnasiums Nordenham mit seiner personellen Besetzung zurzeit gut da. Zwölf zusätzliche Lehrer – darunter fünf neue Vollzeitkräfte, vier Referendare und drei in den Schuldienst zurückgeholte Pensionäre – verstärken das Team in der Doppelphase. „Damit kommen wir über die Runden“, sagt der Rektor. Nach seinen Angaben liegt die Unterrichtsversorgung jetzt bei 103 Prozent.

Wenn der Doppeljahrgang durch ist, werden ab 2011/2012 zwar vier Stammkräfte überflüssig. Aber da passt es gut, dass zu dem Zeitpunkt im Kollegium auch vier Pensionierungen anstehen. Allerdings zeichnen sich Engpässe bei der Abdeckung bestimmter Fächer ab. Besonders in Latein, Mathematik und Französisch droht ein verschärfter Mangel.

Besondere Herausforderung

Das Miteinander von zwei Altersstufen mit unterschiedlich langen Schulkarrieren – die einen haben acht, die anderen neun Jahre am Gymnasium hinter sich – bringt auch für die Gestaltung des Unterrichts besondere Herausforderungen mit sich. Doch nach den Beobachtungen von Thomas Passmann, der in der Q 1 zwei Deutschkurse leitet, klappt das besser als erwartet. Zumindest in seinen Deutschkursen seien „keine signifikanten Unterschiede“ im Leistungsvermögen der Schüler festzustellen. Abzuwarten bleibt jedoch, ob sich diese Einschätzung auch in den jetzt anstehenden Klausuren bestätigt.

Während sich in Thomas Passmanns Deutschkursen der Wissensstand der Zehn- und Elftklässler in etwa auf einer Ebene befindet, haben in den naturwissenschaftlichen Fächern die Schüler des jüngeren Jahrgangs wohl einiges aufzuholen. „Da gibt es schon eher Schwierigkeiten“, weiß Thomas Passmann von seinen Kollegen.

Weitere Berichte unten

Gesellschaftswissen weit vorne

Die angehenden Abiturienten

können zwischen drei Profilen mit verschiedenen Unterrichtsschwerpunkten wählen. Mit Abstand am beliebtesten ist das gesellschaftswissenschaftliche Profil, für das sich 94 Q-1-Schüler entschieden haben. Auf Platz zwei folgt das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil mit 50 Anmeldungen, während nur 33 Schüler das sprachliche Profil wählten.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
„Sylt oben links nicht rechts“, steht auf einem Plakat, das eine Frau bei einer Mahnwache am Sonntag auf Sylt in der Hand hält. In Niedersachsen sind dem LKA 28 Fälle von Umdichtungen bekannt.

RECHTSEXTREME GESÄNGE ZU PARTY-HIT Auf Grölen von Parolen können Freiheitsstrafen folgen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Stein vom Herzen gefallen: Kickers-Vorsitzender Hendrik Poppinga und Schatzmeisterin Ute Specht haben für den Verein zig Stunden mit Bilanzen und Paragrafen verbracht.

KICKERS-EMDEN-GMBH „Wir sind nicht das Man City von Emden“ – So geht es jetzt weiter beim Regionalligisten

Lars Möller
Emden
Kommentar
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den Gerichtsaal des Strafgerichts in Manhattan

URTEIL GEGEN DONALD TRUMP Ein vorbestrafter Präsident?

Fridemann Diederichs Büro Berlin
Die Unfallstelle: Am Bahnübergang Liethe erinnerten ein Holzkreuz und Grablichter an das tragische Unglück, bei dem ein 52-jähriger Rasteder ums Leben kam.

NACH TÖDLICHEM BAHNUNFALL IN RASTEDE Anklage erhoben gegen Bahnsicherungsposten

Frank Jacob
Rastede
Klaus-Peter Wolf

KOLUMNE Romanfigur Rupert rettet Leben

Klaus-Peter Wolf
Ostfriesland