NORDENHAM - Als Michaela die Tagesschau sieht, traut sie ihren Augen nicht. Der Bericht über ein Flüchtlingslager auf Lampedusa zeigt einen jungen Afrikaner, der eine rote Jacke trägt. Und diese Jacke kommt dem Mädchen ziemlich bekannt vor. Sie hat einen unverwechselbaren Fleck – genau wie jenes Stück, das ihre Mutter vor nicht allzu langer Zeit in die Altkleidersammlung gegeben hat. Wie ist das möglich?, fragt sich Michaela und geht der Sache nach.

In den neuen Stück der Theater-AG des Nordenhamer Gymnasiums geht es um Globalisierung. „Globali-Was? oder die rote Jacke“ heißt es und bietet dem Publikum einen tiefen Einblick in das Thema. Die Premiere ist heute, Dienstag, ab 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums. Eine zweite Aufführung ist für Freitag, 29. Juni, ebenfalls ab 19.30 Uhr in der Schulaula geplant.

Das Stück von Daggy Reichert erzählt die Geschichte des Afrikaners Amadou. Und es erzählt die Geschichte einer Schülergruppe, die die rätselhaften Wege eines Kleidungsstücks recherchiert. Gemeinsam mit ihren Freunden nimmt Michaela via Facebook Kontakt nach Lampedusa auf. Und dabei lernen die Jugendlichen, welche Rolle das Thema Globalisierung in ihrem Alltag spielt.

Einmal mehr greift die Theater-AG des Gymnasiums ein brandaktuelles Thema auf. In den vergangenen Jahren ging es in den Stücken um Mobiltelefone, um Internet und Mobbing. Jetzt steht das Thema Globalisierung im Mittelpunkt, das den Alltag der Jugendlichen ebenso bestimmt, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich ist.

Regie führt der Lehrer Hartmut Neumann. Als Darsteller stehen auf der Bühne: Neele Harmuth, Ekaterina Ort, Lennard Lorenz, Johanna Kania, die auch das Plakat entworfen hat, Marcel Kobelt, Annika Schmidt, Kira Harzmann, Lennard Schröder und Zoe Frische. Sie sind allesamt aus den achten und neunte Klassen des Gymnasiums.

Karten für das Stück gibt es in den Pausen in der Schulstraße, in der Stadtbücherei und an der Abendkasse.