NORDENHAM - Der Leiter des Nordenhamer Gymnasiums, Klaus-Dieter Laske, muss sich in den vergangenen Wochen wie ein Fußball-Manager vorgekommen sein, der den Kader für die nächste Saison zusammenstellt. Personalwechsel gibt es zwar immer zwischen den Schuljahren, aber in der über 100-jährigen Geschichte des Gymnasiums hat es noch nie einen so gravierenden personellen Umbruch gegeben wie jetzt. Insgesamt 18 Lehrer verlassen das Gymnasium. Darunter sind auch acht Urgesteine, die nun in den Ruhestand wechseln.
Damit hat der Generationswechsel seinen Höhepunkt erreicht. Wie Klaus-Dieter Laske mitteilt, werden 2015 die letzten Lehrer der alten Garde aus dem Schuldienst ausscheiden. Die Verjüngungskur bietet Chancen. Aber Klaus-Dieter Laske wies am Freitag bei einer feierlichen Verabschiedung für die Kollegen darauf hin, dass eine Menge Sachverstand verloren gehe. „Die junge Generation wird Zeit brauchen, um in die Fußstapfen hineinzuwachsen.“
Acht Lehrer gehen in Pension. Weitere Kollegen haben sich aus familiären Gründen versetzen lassen, vier von sechs Referendaren verlassen die Schule, zwei von ihnen bleiben. Den 18 Abgängen stehen nach den Worten des Schulleiters 16 Zugänge gegenüber. Elf Planstellen werden neu besetzt, eine Lehrerin kehrt aus der Elternzeit zurück, hinzu kommen vier neue Referendare.
Klaus-Dieter Laske ist zuversichtlich, für das nächste Schuljahr einen guten Kader beisammen zu haben. „Wir sind gut aufgestellt“, sagte er. Langfristig zeichnen sich aber Engpässe in den Fächern Latein, Englisch, Mathematik und Religion ab.
Bei der Verabschiedung der Kollegen floss manch eine Träne. Vor allem für die künftigen Pensionäre war es ein emotionaler Abschied. Kein Wunder: Sie bringen es im Durchschnitt auf über 30 Jahre am Gymnasium.
Neben den Lehrern, die aus dem Schuldienst ausscheiden, verlassen weitere Lehrer das Gymnasium. Es sind Bernhard Bahlmann, Christian Dreyer, Nadine Röhricht, Swantje Ross, die Personalratsvorsitzende Sandra Unger, sowie Jana Kosfeld und Marie-Theresia Winkler-Orlov, die zuletzt als Feuerwehrlehrkräfte eingesetzt waren. Auch für die Referendare Sally Hülse, Anke Theiner, Karina Waldbüsser und Claudia Zibell endet die Zeit am Gymnasium. Annika Hülsmann und Fridolin Paetow bleiben dem Gymnasium nach ihrer Referendarzeit erhalten.
