NORDENHAM - Die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre hält der Leiter des Gymnasiums Nordenham, Klaus-Dieter Laske, „grundsätzlich für richtig“. Denn mit Blick auf die anderen Länder in Europa sei es sinnvoll, dass für die deutschen Abiturienten vergleichbare Bedingungen geschaffen werden.

Kritisch betrachtet der Rektor aber die Rahmenbedingungen an den Schulen. Das Turboabitur führe zwangsläufig dazu, dass die Gymnasien als Ganztagsschulen betrieben werden müssten. Das erfordere einen erhöhten Personalbedarf, der bislang aber nicht erfüllt werde. In diesem Zusammenhang verweisen Klaus-Dieter Laske und der Oberstufenkoordinator Thomas Passmann darauf, dass auch an den Gymnasien die Zahl problematischer Schüler zunehme. Für solche Fälle sei ein zusätzlicher Betreuungsaufwand erforderlich.

Um die Schüler auf das Turboabitur vorzubereiten, ist in der Mittelstufe die Unterrichtstafel von 32 auf 34 Stunden aufgestockt worden. Und die Oberstufenschüler haben mindestens dreimal in der Woche Nachmittagsunterricht.

Rektor Klaus-Dieter Laske weiß, dass manche Schüler „eine längere Lernzeit brauchen“. Daher ist es seit Einführung des Turboabiturs zu einigen Abgängen an Fachgymnasien gekommen, an denen es weiterhin die 13. Klasse gibt.