NORDENHAM - Ein junger Partygast gerät in eine gewalttätige Auseinandersetzung, nach der er dringend medizinische Hilfe braucht. So sah eines der Szenarien aus, die die Johanniter-Unfall-Hilfe Nordenham (JUH) während einer Sanitätshelfer-Ausbildung bot.
Der Lehrgang begann Anfang Februar und wurde von neun Teilnehmern besucht, die sich aus Helfern der Johanniter-Verbände Cuxhaven, Bremerhaven und Nordenham zusammensetzten; dabei waren auch Betriebshelfer des Sunparks Tossens. Die angehenden Sanitäter setzten sich intensiv mit den Themen Bewusstsein, Atmung, Kreislauf und Verletzungen auseinander. Ebenso gehörte eine Einweisung in die Automatische Externe Defibrillation (AED) zum Unterrichtsplan.
Die Prüfung unterteilte sich in vier Abschnitte, der schriftlichen und mündlichen Theorie sowie Wiederbelebung an einer Puppe und in einer Notfallsituation. Diese Sitation stellte das Johanniter-Mitglied Alexander Drescher mit überzeugender Leistung dar.
Die Johanniter hatten auch das Unterrichtsmaterial selbst entworfen, um die Teilnehmer noch besser auf die Prüfung vorbereiten zu können. Ebenso wurden immer wieder neben den Theorie-Blöcken auch Notfall-Situationen dargestellt, die von den Teilnehmern bewältigt werden mussten.
„Trotz des Prüfungsdrucks war die Stimmung klasse“, resümierte der Ausbilder Stefan Onken. „Es ist toll, wenn engagierte junge Leute ihre Zeit für das Allgemeinwohl einsetzen und dabei medizinisches Fachwissen bekommen, das es ihnen ermöglicht, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen“.
Als weitere Ausbilder waren der Diplom-Medizinpädagoge und Lehrrettungsassistent Jens Merk sowie Tina Czeranowicz, Matthias Schlitzke und Jonathan Fischer tätig. Als Arzt überwachte Markus Wedemeyer die Ausbildung und nahm zusammen mit den Ausbildern die Prüfungen ab. Aufgrund der hohen Anforderungen und der nervlichen Belastung haben nicht alle Teilnehmer bestanden, aber es gibt für sie in sechs Wochen eine zweite Gelegenheit.
