NORDENHAM - NORDENHAM/RX - Ihren seit Januar laufenden Sanitäter-Kombinationslehrgang haben jetzt 14 junge Frauen und Männer aus den Johanniter-Verbänden Cuxhaven, Bremen und Nordenham sowie vom Schulsanitätsdienst des Nordenhamer Gymnasiums beendet. Seit Januar hatten sie sich intensiv mit Themen rund um Bewusstsein, Atmung und Kreislauf auseinandergesetzt. Außerdem wurde an den vier Wochenenden das ABC der lebensrettenden Maßnahmen durchgegangen. Es ging um mögliche Verletzungen und Erkrankungen, die den Einsatz von Sanitätern erforderlich machen könnten.

Fester Bestandteil des Lehrgangs, den der JUH-Ortsverband Nordenham auf die Beine gestellt hatte, ist seit Jahren die Einführung in die Automatische Externe Defibrillation (AED). Mit ins Programm genommen hatte das Team um Ausbildungsleiterin Karin Onken auf Wunsch der Teilnehmer auch die Infusionsversorgung und die Intubation sowie die Schaffung einer gesicherten Beatmung.

Im Lehrgang wurden immer wieder neue Notfallsituationen dargestellt, die von den Teilnehmern in wechselnden Besetzungen bewältigt werden mussten. Auf umfassende praktische Elemente legten die Ausbilder besonderen Wert, um eine optimale Vorbereitung auf Realeinsätze zu gewährleisten. „Nur so prägen sich Abläufe und Handgriffe sicher ein“, erläuterte Ausbilder Guido Kaiser. Sein Kollege Markus Wedemeyer zeigte sich begeistert vom Team der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des Regionalverbandes Weser-Ems, das mit vier Schminkspezialisten angereist war. „Das RUD-Team ist so überzeugend, dass man die nur gespielte und geschminkte Verbrennung nicht von einer echten hätte unterscheiden können“, sagte er.

Neben der schriftlichen und mündlichen Prüfung mussten die angehenden Sanitäter ihr praktisches Können an der Wiederbelebungspuppe sowie in einer simulierten Notfallsituation beweisen. Neben Karin Onken, Guido Kaiser und Markus Wedemeyer legen der Medizinpädagoge Jens Merk und Ausbilder Florian Bonnes hohe Ausbildungsmaßstäbe an, die von einem hohen Anspruch der Nordenhamer Johanniter zeugen.

Von den 14 Teilnehmern schafften 7 die Prüfung nicht auf Anhieb; sie müssen in den nächsten Wochen eine Nachprüfung absolvieren. „Wenn man mit dem Zertifikat in der Hand aus unserer Tür geht, soll man sich im Einsatz auch sicher sein können“, sagte der Nordenhamer Ortsbeauftragte Klaus Martin.