Nordenham - Die Sonne scheint, der Boden ist gut durchfeuchtet, die Temperaturen sind mild – am Freitag herrschten perfekte Bedingungen für die Aktion der Kindertagesstätte (Kita) Pusteblume. Dort wurden insgesamt rund 750 Bäume und Sträucher gepflanzt, um den Mädchen und Jungen dort im nächsten Jahr wieder zahlreiche Spiel- und Versteckmöglichkeiten zu bieten und natürlich, um im Sommer Schatten zu spenden.
Kahlschlag im Januar
Im Januar war der alte Baumbestand gefällt worden, weil er größtenteils krank und durch die Herbststürme 2017 stark in Mitleidenschaft gezogen war. Erste Aufräum- und Pflanzaktionen folgten im März und April. „Eigentlich wollten wir daran anschließend auch gleich die nächste Pflanzaktion starten“, berichtet Kita-Leiterin Natascha Schulz. Doch die Pflanzaktion wurde aufgeschoben.
Rückblickend sei das gut gewesen, sagt Natascha Schulz. Denn bei dem heißen und trockenen Sommer hätten die Mitarbeiter gar nicht genug gießen können, sagte sie. Auch wenn sich Eltern und Erzieher im Sommer ärgerten, weil die Kinder nicht alle Spielbereiche nutzen konnten. Denn natürlich ließen die Erzieherinnen die Kinder nur in den Schattenbereichen und nicht in der prallen Sonne spielen.
Auch der Klettergarten war gesperrt, weil die Gefahr bestand, dass sich bei den Stürmen die Verankerungen der Klettervorrichtungen gelöst hatten und noch Arbeiten im Bodenbereich vorgenommen werden mussten. Das sei nun alles erledigt, „sonst wäre der Klettergarten nicht wieder freigegeben“, sagte Natascha Schulz.
Rund 15 Freiwillige – Eltern, Großeltern, Erzieher, Kinder und weitere Helfer – waren am Freitag in die Kita gekommen, um ordentlich mit anzupacken. „Ohne die Eltern wären wir lange nicht so weit“, freute sich Natascha Schulz und sprach den Helfern noch mal ihren Dank aus.
Aufteilen und anweisen
Bauleiter Günter Buss vom Arbeitskreis Holunderschule, der den Außenbereich geplant hatte, verteilte die Aufgaben und wies die Gruppen an. Überall wurde gebuddelt und Bäume und Sträucher eingepflanzt. Diese hatte Günter Buss sorgfältig ausgewählt. Haselnuss, Eberesche, Apfelbäume, Hartriegel und natürlich durfte auch Holunder nicht fehlen, „als unser Markenzeichen“, zählte Günter Buss ein paar der Sträucher und Bäume auf, die von der Firma Fielmann gespendet worden waren.
Auch ein paar dornige Pflanzen wie die Heckenrose waren dabei, die dann natürlich eher in den Randbereich gepflanzt wurden. Der Schmetterlingsflieder dagegen soll für alle gut sichtbar mitten auf dem Gelände wachsen, damit die Kinder im nächsten Sommer hoffentlich zahlreiche Schmetterlinge darauf beobachten können.
Schon bei früheren Aktionstagen mit den Eltern hatten die Freiwilligen den Krippenbereich hergerichtet. „Bei den schweren Arbeiten mit Radladern konnten die Kinder natürlich nicht mithelfen. Das ist heute anders. Sie sind mit Spaß bei der Sache und passen auch gut auf ihre Sträucher auf“, freute sich Natascha Schulz.
Zum Dank gab es nach getaner Arbeit für alle Helfer noch eine kleine Feier. Mit Bockwurst und Getränken konnten sie sich beim Lichterfest stärken.
