NORDENHAM - Was ist in einem Notfall zu tun? Wie lege ich einen Verband an? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich jetzt elf Schüler der Realschule I in einer Arbeitsgemeinschaft beschäftigt. Sie bilden die Mannschaft des Schulsanitätsdienstes, der zur Stelle ist, wenn es auf dem Pausenhof zu Verletzungen kommt. Und sie sind die ersten Ansprechpartner, wenn Schüler über gesundheitliche Beschwerden klagen.

Die Jungen und Mädchen haben jetzt nach acht Doppelstunden ihren Erste-Hilfe-Ausweis bekommen. Die Arbeitsgemeinschaft leiteten die Lehrerin Simone Hinrichs und Wanda Duhn, die Ausbildungsleiterin im Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes. Beide freuten sich darüber, wie motiviert die Schüler bei der Sache waren. Auch die kommissarische Schulleiterin Heidrun Beck stellte den Schülern ein dickes Lob aus. Es war schon lange der Wunsch der Schulleitung, den Sanitätsdienst wieder ins Leben zu rufen. 2002 war schon einmal mit Unterstützung des DRK ein Sanitätsteam gegründet worden. Diese Schüler haben aber inzwischen längst wieder die Schule verlassen.

Geplant ist, dass jeweils zwei Schüler in den Pausen Dienst haben. Sie sind von ihren Mitschülern unschwer an den orangefarbenen Westen mit der Aufschrift „Schulsanitätsdienst“ zu erkennen. Weitere regelmäßige Treffen des Sanitätsdienstes sind geplant, damit die Kenntnisse der Ersthelfer noch vertieft werden können.

Heidrun Beck bedankte sich für das Engagement des DRK. Und die Mitglieder des Sanitätsdienstes hatten für Wanda Duhm noch ein persönliches Geschenk mitgebracht. Zum Abschluss der Sanitäter-AG kam auch der Jugendleiter im DRK-Kreisverband Horst Bischoff. Er überreichte den Jungen und Mädchen Schlüsselanhänger.

Damit auch noch der letzte in der Schule erfährt, an wen er sich bei einem kleinen oder großen Wehwehchen wenden kann, wollen die AG-Mitglieder noch ein Plakat mit Fotos der Sanitäter-Mannschaft erstellen.