NORDENHAM - NORDENHAM - Mit guten Ergebnissen ist jetzt der Physik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 am Nordenhamer Gymnasium von einem Wettbewerb der Universität Oldenburg zurückgekehrt. Die insgesamt acht Schüler hatten für den Wettbewerb ihre Facharbeiten eingereicht. Vier von ihnen platzierten sich unter den ersten 20 Teilnehmern. Insgesamt machten 46 Pennäler aus dem näheren Einzugsbereich der Universität mit.
Wie Physik-Lehrer Albert Bojunga erläuterte, handelt es sich bei den Facharbeiten um mindestens 15-seitige schriftliche Ausarbeitungen zu einem Thema, das sich die Schüler selbst aussuchen können. Bestandteil der Arbeiten sollten nach Möglichkeit auch eigene Experimente sein. Die Schüler haben sechs Wochen Zeit dafür.
Die beste Platzierung unter den Nordenhamer Gymnasiasten erreichte Christian Wiemers. Er landete auf dem dritten Platz. Die Jury überzeugte der 18-Jährige mit seiner Arbeit über Autokarosserien. Christian Wiemers verglich die selbsttragende Karosserie, wie sie für die meisten Autos üblich ist, mit dem Gitterrohrrahmen. In seinen Experimenten ließ er einen Hammer auf selbst zusammen gelötete Modelle krachen, um Erkenntnisse über die Krafteinwirkungen zu bekommen.
Platz sechs gab es für Dennis Tschuschke. Er hat sich mit der Ausbreitung von Radiowellen beschäftigt und selbst eine Radioempfänger gebaut. Um die Messung von Entfernungen und Geschwindigkeiten im Weltraum ging es in der Arbeit von Julia Osinga, die unter den ersten 20 landete. Die 19-Jährige experimentierte mit astronomischen Messmethoden und stellte fest, dass sie auch auf der Erde gut funktionieren. Sie stellte sich in Blexen auf den Deich und ermittelte die Entfernungen zu den Inseln Langlütjen I und Langlütjen II. Ebenfalls unter die 20 Besten kam Renke Schwäke, der sich nicht nur mit der Physik des Bumerangs auseinander setzte sondern sich auch die Handhabung des Flugobjekts aneignete.
Die Schüler wurden für ihre Arbeiten mit Buchpräsenten belohnt. Die Preisverleihung fand im Rahmen des „Tags der Physik“ an der Universität statt. Dabei stellte sich der Fachbereich auch mit dem Hintergrund vor, einige Gymnasiasten für ein Physik-Studium werben zu können. Die Begeisterung für dieses Fach hält sich nämlich nach wie vor in Grenzen. Das gilt vor allem für die jungen Frauen. Sie sind bereits in den Physik-Leistungskursen des Gymnasiums eindeutig in der Minderzahl.
