NORDENHOLZ - Es ist vollbracht: Seit einer Woche wird in der ehemaligen Nordenholzer Schule wieder gelernt, gelacht und auch getobt. Bei einer Feierstunde für Schüler, Eltern, Lehrer, Vertreter aus Politik und Schulalltag lud Schulleiter Werner Köhler ein, die neuen Räumlichkeiten unter die Lupe zu nehmen. Seit Ende der Herbstferien werden in der ehemaligen Nordenholzer Schule Kinder mit sozialem und emotionalem Förderbedarf unterrichtet. Geführt wird die Einrichtung als Außenstelle der Förderschule am Habbrügger Weg in Ganderkesee.

Doch bis zu diesem Tag war es ein langer Weg: Die Vorbereitungen der schnell gegründeten Arbeitsgruppe begonnen bereits im Jahr 2004. Grünes Licht für die Einrichtung des neuen Schulstandortes seitens der Landesschulbehörde gab es im November vergangenen Jahres, so dass die Umbauarbeiten beginnen konnten. „Toll, was aus diesem alten Gebäude für ein Schmuckstück geworden ist“, sagte Landrat Frank Eger bei der offiziellen Feierstunde. Er erinnerte daran, dass der Standort Nordenholz auch Ablehnung auf sich gezogen hatte. Doch der Bedarf sei da. „Die Entscheidung war richtig“, so Eger. 365 000 Euro standen für die Sanierungsarbeiten aus dem Kreishaushalt zur Verfügung.

„Wir haben immer gewusst, dass irgendwann einmal wieder etwas Gutes auf diesem Grundstück passieren wird“, freute sich auch Hudes Bürgermeister Axel Jahnz. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Wenn der neue Standort auch nicht als Mittelpunkt des Landkreises gelten könne, so doch als „Leuchtturm“.

Regierungsschuldirektor Klaus Kapell erinnerte an das Ziel des Förderkonzeptes, die Kinder möglichst schnell in Regelschulen zurückzuschulen. Zahlreiche zusätzliche Lehrerstunden wurden geschaffen, um für die hilfsbedürftigen Kinder ein umfassendes Förderprogramm zu erstellen.

„Wir sind eine Durchgangsschule“, sagte auch Schulleiter Werner Köhler. Man lege keinen Wert auf Abschlüsse, sondern darauf, den Schülerinnen und Schülern Verlässlichkeit, Klarheit und Ermutigung für ihre weitere Schullaufbahn mit auf den Weg zu geben.

Und dafür wird im neuen Schulgebäude fast „rund um die Uhr“ etwas getan. Untergebracht ist in den Räumlichkeiten nämlich auch die Soziale Gruppenarbeit des Lindenhofs Hude, die Leiter Holger Knoop vorstellte. An drei Nachmittagen (montags, mittwochs und donnerstags) werden Kinder innerhalb eines strukturierten Tagesablaufs mit Hausaufgabenhilfe betreut.