• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Geplanter Umzug: Forscher wollen auf Norderney bleiben

13.01.2020

Norderney Der geplante Umzug der Forschungsstelle Küste (FSK) von der Nordseeinsel Norderney aufs Festland stößt bei der Einrichtung auf Kritik. „Auf der Insel sind wir mittendrin in unserem Forschungsgebiet“, sagte die stellvertretende Leiterin Cordula Berkenbrink. „Wir haben Watt auf beiden Seiten, Nordsee, Riffbogen.“

Seit mehr als 80 Jahren berät die Einrichtung auf Norderney bei Fragen zum Küsten- und Naturschutz – nun soll die Insel-Dienststelle aufs Festland umziehen – an den Rand, wie es Berkenbrink ausdrückt. „Es ist unsere Aufgabe, zu messen und zu bewerten. Wir gehen hier fünf Minuten zur nächsten Messstation.“ Diese Wege würden mit einer Verlegung weiter.

Lesen Sie auch:
Küstenforscher sollen Insel verlassen

Von Norderney Aufs Festland
Küstenforscher sollen Insel verlassen

Als Grund führt das zuständige Umweltministerium in Hannover sanierungsbedürftige Dienstgebäude an. Eine Sanierung sei im Vergleich zu einem Neubau auf dem Festland wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Der neue Ort stehe noch nicht fest. „Ideal wäre ein Standort unmittelbar am Hafen Norddeich“, so ein Ministeriumssprecher. Zuvor hatte der „Norderneyer Morgen“ berichtet.

Neben den Kosten „spielt die zunehmende Bedeutung der Aufgaben der FSK im Zusammenhang mit den Herausforderungen des Klimawandels die entscheidende Rolle“, so der Sprecher. Seitens Wissenschaft und Forschung gebe es ein zunehmendes Interesse an einer verstärkten Zusammenarbeit. „Dies kann im Hinblick auf die Erreichbarkeit und die gemeinsame Nutzung wissenschaftlicher Infrastruktur sowie von Datenbeständen auf dem Festland besser umgesetzt werden.“

Die Kosten eines Neubaus wurden laut Ministerium noch nicht kalkuliert. Das kritisierte der Norderneyer Bürgermeister Frank Ulrichs (parteilos). „Wir haben bis heute keine stichhaltige Begründung vorgelegt bekommen, warum die Forschungsstelle nicht auf Norderney zu halten ist.“ Auch Neubauten seien dort denkbar. „Wir haben unsere Hilfe angeboten“, sagte Ulrichs. „Man hat uns nicht beteiligen wollen.“

Ministeriumsangaben zufolge sollen alle Mitarbeiter – knapp 30 sind es laut FSK auf Norderney, rund zehn an einem weiteren Standort in Norden – in einem neuen Gebäude untergebracht und Räumlichkeiten für einen Forschungsverbund eingerichtet werden. In Vorgesprächen hätten etwa die Hochschule Emden-Leer, die Leibniz Universität Hannover oder die Technische Universität Braunschweig Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit geäußert. Mit dem Neubau kann laut Umweltministerium – nach Beratung und Beschlussfassung über den Haushalt 2021 – frühestens 2022 begonnen werden.

Eine engere Kooperation mit Universitäten begrüße man bei der FSK natürlich, sagt Vizeleiterin Berkenbrink. Ob dafür der Umzug zwingend erforderlich sei, stellt sie aber infrage – schließlich sei Norderney gut angebunden. Ihrer Ansicht nach profitiert die FSK noch in anderer Hinsicht vom Insel-Standort: „Junge Wissenschaftler kommen gerne zu uns, sie wollen hier wohnen und arbeiten.“ Berkenbrink habe die Sorge, dass sich insbesondere die jungen Wissenschaftler nun nach Alternativen umschauten: „Norderney kann mit Hamburg et cetera konkurrieren, kann Norddeich das auch?“

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.