NüRNBERG - Die Weiterbildung in deutschen Betrieben hat unter der Rezession gelitten. Die Zahl der Firmen mit entsprechenden Angeboten ist 2009 von 49 auf 45 Prozent zurückgegangen. Zuvor war sie jahrelang gestiegen, wie aus einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. Viele Betriebe scheuten anscheinend in Zeiten flauer Auftragslage die Weiterbildungskosten, betonen die Autoren der Studie Lutz Bellmann und Ute Leber. Sie hatten dazu rund 16 000 Arbeitgeber befragt.

In den Betrieben, die weiterbilden, sei der Anteil der weiterqualifizierten Beschäftigten von 33 auf 35 Prozent gestiegen. „Hier werden möglicherweise die zeitlichen Freiräume in Phasen nicht voll ausgelasteter Produktionskapazitäten dazu genutzt, mehr als sonst zu qualifizieren“, betonen die Arbeitsmarktforscher. Manche Betriebe hätten die Qualifizierung in der Krise verstärkt.