Brake - 31 Kinder waren zu einer abendlichen Fledermaus-Exkursion gekommen, die von Franz-Otto Müller, Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Wesermarsch angeboten wurde. Bei dieser Exkursion wurde Müller von seiner Frau Brigitte und von Nabu-Mitglied Antje Seebeck unterstützt.
Franz-Otto Müller begrüßte die Kinder und Eltern auf dem Parkplatz des Kreishauses. Hier stellte er den Teilnehmern zunächst Peter-Klaus vor, die Fledermaus (auf seiner Mütze), die wie die echten Fledermäuse harmlos und ungefährlich ist.
Aufmerksam lauschten die Kinder und deren Eltern anschließend einer kleinen Geschichte über die Fledermaus. Diese enthielt einige Fehler, die die Kindern aber rasch gefunden hatten – wodurch sie schon viel Wichtiges und Wissenswertes über die Fledermäuse erfuhren. Franz-Otto Müller erzählte allerlei zur Biologie dieser ungewöhnlichen Nachttiere.
Spielerisch konnten die Kinder danach das Leben der Fledermaus nachempfinden. Einige der Jungen und Mädchen wurden die Augen verbunden. So sollten sie wie eine Fledermaus ihre „Beute“ jagen. Andere Kinder wurden zu Faltern. Nur mit den Ohren folgten die „Fledermäuse“ den „Faltern“, die durch das Echo des Fledermausrufs gefunden werden musste.
Als es endlich dämmerig genug war, gingen die kleinen Forscher, ausgestattet mit dem neuen Wissen und einem Batdetektor (ein Gerät, das die Ultraschallwellen hörbar macht), auf Entdeckungstour. Auf dem Friedhof an der Dungenstraße entdeckten sie Fledermausnistkästen. Außerdem trafen sie hier auch endlich auf Fledermäuse, die durch den Batdetektor hörbar und im Dämmerlicht noch sichtbar waren, während sie über die Köpfe der kleine Forscher hinwegflogen.
Wie von Franz-Otto Müller erwartet, zeigten sich neben Abendseglern noch die Zwergfledermaus und die Breitflügelfledermaus, die anhand der verschiedenen Töne des Batdetektors unterschieden werden konnten.
Die Exkursion führte weiter zur Rönnelbrücke, wo die Kinder über das Wasser jagende Wasserfledermäuse beobachteten; auch auf dem BBZ-Gelände wurden weitere Beobachtungen gemacht. Nach gut zwei Stunden endete dieses aufregende nächtliche Abenteuer am Ausgangspunkt.
