Obenstrohe - Ab dem nächsten Schuljahr sollen die Schüler der Grundschule Büppel nicht mehr der Oberschule Varel, sondern wieder dem Einzugsgebiet der Oberschule Obenstrohe zugeordnet werden. Das fordert nach der Wählergemeinschaft MMW nun auch die CDU-Kreistagsfraktion. „Büppel ist seinerzeit abgetrennt worden, um eine Abwanderung von der Arngaster Straße nach Jaderberg zu kompensieren und beide Standorte gleichmäßig zu versorgen“, begründete die Kreistagsabgeordnete Melanie Sudholz (Schortens) in einem Schreiben und betonte: „Hierdurch ist mittlerweile ein Ungleichgewicht entstanden, das diese Revision dringend erforderlich macht.“

Aufgrund niedriger Schülerzahlen erwog der Kreis, die Oberschule am Riesweg zu schließen. Das sorgte für Protest bei Lehrern, Schülern und Eltern. Das Aus ist nach einer intensiven Diskussion in den politischen Gremien zunächst vom Tisch. Mit einer Korrektur und Anpassung der Grenzen der Schulbezirke „wäre nicht nur eine Zweizügigkeit langfristig gesichert, sondern entspräche auch dem Elternwunsch auf eine wohnortnahe Beschulung“, so die CDU.

Die Idee ist indes nicht neu. Bereits 2015 und 2017 beantragten die Schulleitung und der Vorstand die Änderung des Schulbezirkes. Im Schulausschuss sowie Kreistag wurde das abgelehnt. Landrat Sven Ambrosy sagte vergangene Woche, dass dieses keine Lösung sei.

Ein Lösungsvorschlag zum Erhalt der Oberschule Obenstrohe ist die Fusion mit der Oberschule Varel. Am Riesweg könnte eine Außenstelle entstehen. „Zukünftige mögliche Kooperationen und Konzepte können nur gelingen, wenn sowohl die Oberschule Obenstrohe, als auch die Oberschule Varel unter denselben Voraussetzungen arbeiten können“, teilte die CDU mit. Die Zuteilung der Grundschule Büppel nach Obenstrohe gehöre „zwingend“ dazu, um langfristig die Zweizügigkeit zu sichern und die Qualität der Oberschule zu erhalten.“

Olaf Ulbrich
Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.)