Oberlethe - Wie feiert Europa? Was sind Spezialitäten aus den einzelnen Ländern? Und wie geht eigentlich genau die Sage der schönen Europa, für die sich Göttervater Zeus in einen Stier verwandelt? Fragen wie diese haben die Schülerinnen und Schüler der Letheschule für das Projekt „Echt jetzt Europa“ pantomimisch beantwortet. Ihr Film ist unter die besten Arbeiten der beteiligten Schulen in Niedersachsen gewählt worden. Nach der Jury sind nun die Zuschauer dran: Jene drei Filme, die auf dem Videokanal Youtube die meisten „Likes“ bekommen, gewinnen. Bis zum 26. April kann noch abgestimmt werden.

Wie Schüler Europa erklären

Was heißt für dich Europa? Das war die Frage, die niedersächsische Schülerinnen und Schüler filmisch umsetzen sollten.

Mehr als 40 Schulen haben landesweit teilgenommen, jeweils die besten drei in drei Kategorien (Sekundarstufen I und II sowie berufsbildende Schulen) stehen jetzt zur Wahl.

Die Sieger gewinnen eine Fahrt nach Brüssel.

„Eine Woche lang haben wir uns mit Europa beschäftigt und dann das Video gedreht“, erzählen Meyline, Shaila, Antonja, Phil, Cai, Marvin und André. Sie gehören zu den insgesamt 22 Schülerinnen und Schülern, die an dem Projekt teilgenommen haben. Shaila und Antonja beispielsweise haben die britische Königin dargestellt – Krone auf den Kopf, majestätischen Winken, und fertig ist Queen Elizabeth. Ein anderer Schüler stellt Italien dar – mit einem Stiefel, wie sonst? Mit viel Fantasie und verblüffend einfachen Mitteln ist den Sechst- bis Achtklässlern mit ihren Lehrerinnen Konstanze Reents und Anette Sauer ein witziger kleiner Film gelungen. „Es war eine sehr persönliche, schöne Woche“, zieht Anette Sauer Bilanz. „Ganz nebenbei haben wir auch viel voneinander erfahren.“ Zum Beispiel, dass es eine besondere polnische Suppe gibt. Oder dass einige der Schüler kein holländisches Lakritz mögen. „Es ist ein lustiger Film geworden“, sind sich auch die Schüler einig. „Es war toll, dass wir in der Zeit keinen Unterricht hatten“, sagen sie, und Lehrerin Sauer kontert: „Denkt ihr!“ Denn gelernt haben die Jugendlichen trotzdem viel. „Oder wusstet ihr vorher schon so viel über Europa?“ Nein, wussten sie nicht, geben die Schüler zu. Die Sage von Europa und auch die „Ode an die Freude“ als europäische Hymne kannte zuvor keiner von ihnen.

Mit Spannung blicken die Jugendlichen jetzt auf ihren Youtube-Film. Je mehr Menschen ihn „liken“, umso größer die Chance auf den ersten Platz in ihrer Kategorie. Ihr Ausflug zur Preisverleihung ist aber auf jeden Fall gesetzt – am 29. April geht’s nach Hannover. Dort werden die besten Filme prämiert.

Anke Brockmeyer
Anke Brockmeyer Reportage-Redaktion