Jever - Kreativität ausdrücklich erwünscht: Die Elisa-Kauffeld-Oberschule in Jever hat sich am Montag mit einem Aktionstag an dem Projekt „Klima-Contest“ beteiligt. 30 Schüler der Jahrgänge fünf bis zehn erarbeiteten gemeinsam Ideen, wie sich die Klimabilanz der Schule verbessern lässt – mit Ende des Tages werden die jungen Leute als Klimabeauftragte dafür verantwortlich sein, dass die gesammelten Ideen in den Klassen auch umgesetzt werden.

Das Erforschen der kleinen und großen „Umweltsünden“ an der eigenen Schule brachte für die Jugendlichen so manche Überraschung: „Von 2010 bis 2012 hat sich der jährliche Wasserverbrauch unserer Schule von 400 000 auf 600 000 Liter erhöht – das hätte ich nie gedacht“, sagt etwa Janneke, 14 Jahre, die gemeinsam mit mehreren anderen Schülern verschiedener Jahrgänge gerade an einem Plakat arbeitet, das auf die Missstände hinweisen soll.

Hauptursache ihrer Meinung nach: Mache Schüler ließen die Wasserhähne nach dem Gebrauch einfach weiterlaufen. „Andere schmeißen ihren Abfall neben den Mülleimer oder hinter die Heizung“ ergänzt der zwölfjährige Adrian.

Helfen sollen nun die Plakate – oder auch kleine Vorträge in den Klassen. Wichtig dabei: Probleme anschaulich darstellen, um ein Bewusstsein zu wecken. „600 000 Liter Wasser, das sind 1,2 Millionen Halbliterflaschen – ein riesiger Berg“, macht Janneke deutlich.

An dem Projekt Klima-Contest nehmen verschiedene weiterführende Schulen des Landkreises teil. Der Wettbewerb wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

Als Lohn für eingereichte kreative Konzepte beim Energiesparen werden insgesamt 20 000 Euro ausgeschüttet. Der Sieger erhält 5000 Euro. Begleitet wird der Wettbewerb von einem Team des Regionalen Umweltzentrums Schortens um Ina Rosemeyer und Wiebke Schönbohm-Wilke. An der Oberschule unterstützen sie Arnhild Froehlich und zwei weitere Lehrer.