„Schulelternrat warnt vor doppelten Strukturen“ (Ð  vom 8. Februar) und weitere Berichte zur Einführung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig in Bookholzberg

Es ist schon traurig, dass wieder einmal die Kinder außer Acht gelassen werden. Schließlich wurde bereits die Orientierungsstufe abgeschafft. Bei vielen Kindern ist nach der 4. Klasse noch gar nicht hundertprozentig sicher, welcher Schulzweig der Richtige ist. Deshalb ist die Oberschule mit gymnasialem Zweig genau richtig, um (...) die Möglichkeit der Orientierung zu geben.

Es sind schon wieder genau dieselben Reden zu hören, wie zu der Zeit, als die Rede von einer IGS in Bookholzberg war. Die Oberschule ist als Chance zu sehen und nicht als Konkurrenz. Hoffentlich wird die Oberschule mit gymnasialem Zweig eingeführt und nicht wieder vom Tisch gefegt, nur weil irgendjemand mit seinem Gerede wieder alles kaputt macht. Diese Leute haben schon die IGS verhindert.

Ganderkeseer Schüler gehen unter anderem auch in Delmenhorst auf das Gymnasium. Vielleicht kommen diese nach Einführung der Oberschule ja zurück, da das vielleicht eine Alternative ist. An dem Einzugsgebiet kann etwas verändert werden, um die Schülerzahlen zu gewährleisten.

Denise Grape, Grüppenbühren

„Müller sieht Chancen für mehr Stopps“ (Ð vom 5. Februar) und weitere Berichte zu einem möglichen Halt der Regio-S-Bahn in Bookholzberg

Wenn ich mich richtig an Presseberichte erinnere, dann haben die Freien Wähler-UWG vor einiger Zeit die Bürgermeisterin aufgefordert, sich bei den zuständigen Behörden dafür einzusetzen, dass die S-Bahnzüge der Strecken R3 und R4 in Hoykenkamp, Schierbrok und Bookholzberg halten. Was ist daraus geworden? Hat Sie zusammen mit allen Parteien Gespräche mit dieser Behörde geführt?

Darüber habe ich aber nichts in der Presse gelesen. Statt dessen war dieser Tage in den Zeitungen zu lesen, dass sich nun auch die CDU dafür einsetzt, allerdings nur für Bookholzberg. Herr Focke will sich nun zusammen mit CDU-Parteigenossen mit dem Geschäftsführer der NordWestBahn darüber unterhalten. Dieser Tatbestand lässt vermuten, dass die Bürgermeisterin gar keine Gespräche mit der NWB geführt hat. Das wiederum würde bedeuten, dass die Bürgermeisterin den Antrag der Freien Wähler aus wahltaktischen Gründen nur ungenügend umgesetzt hat und die Anliegen der Bürger nicht ernst nimmt.

Dieter Kleesiek, Heide

„Ratsfrau will Hunden mehr Bewegung ermöglichen“ (Ð  vom 4. Februar)

Die Annahme, dass man mit Gesetzen und Verordnungen alles regeln kann, bewahrheitet sich selten. So sehe ich auch die neue Hundeverordnung. Auslaufflächen für Hunde hätten da mehr Vorteile. Die Sozialverträglichkeit der Hunde untereinander würde gestärkt, genügend Bewegung würde sie ruhiger, gesünder und in ihrem Verhalten sicherer machen.

Auch die Hundebesitzer könnten davon profitieren. Bei vielen Problemen hätte man die Möglichkeit, durch Gespräche mit den anderen Hundebesitzern Rat zu bekommen. Gute Hundeschulen, die wir dringend bräuchten, könnten sich so schnell herumsprechen. Eine Lücke, die die neue Verordnung leider nicht deckt.

Gerade die Gemeinden, die den Tourismus fördern wollen, hätten eine gute und kostengünstige Möglichkeit mit Auslaufflächen für Hunde zu werben. Ich, als Hundebesitzer, suche mir nur hundefreundliche Urlaubsorte aus.

Gute Politik sollte sich nach den Bedürfnissen ihrer Bürger richten!

Britt Sacher, Sandkrug

„B 212neu: Straßenplanung mobilisiert die Massen“ (Ð  vom 2. Februar) und weitere Berichte zur geplanten B 212neu

(...) In Hoykenkamp fand eine Infoveranstaltung zum neuerdings allgegenwärtigen Thema B212n statt. Eingeladen hatten die regionalen OV und die Interessengemeinschaft IGB. Es fanden sich auch einige lokale Politiker von Ganderkesee und Delmenhorst sowie politische Schwergewichte aus Kreis- Land- und Bundespolitik ein. Damit haben die Veranstalter schon mal alle Verantwortlichen „an einen Tisch bekommen“ – was alleine schon lobend zu erwähnen ist.

Wer allerdings glaubte, es käme Licht ins Dunkel, der wurde enttäuscht. Warum und durch wen ist denn nun diese Entscheidung aus Berlin aus dem Nichts auf die Tische geflattert? Warum haben die Politik und die Verwaltungen von Delmenhorst und Ganderkesee diesen Bescheid von der IGB erhalten und nicht aus Berlin?

Die Aussagen, dass weder die Verwaltungsspitzen aus Ganderkesee und Delmenhorst noch die Landtags- und Bundestagsmitglieder der Region von dem Schreiben gewusst haben, erscheinen uns wenig glaubhaft. Herr Ortel von der SPD hatte ja im Vorfeld versprochen, die Hintergründe aufzuklären. Seine Ausführungen bezogen sich aber nur auf die Entwicklungen aus der Vergangenheit und brachten keine Aufklärung in Bezug auf die aktuelle Situation.

Auch die Erläuterungen von Frau Brunkhorst von der FDP waren eher schwammig. Die Verweigerungshaltung der durch die CDU und SPD dominierten Ganderkeseer Ratspolitik gegenüber der VoN scheinen parteitaktisch motiviert zu sein.

Als Fazit nochmals einen herzlichen Dank an Uwe Kroll und Martin Clausen, die mit ihrem Engagement uns Bürgern Klarheit verschafft haben. Solch eine Aufklärung wäre Aufgabe der Verwaltung gewesen, und zwar bevor Berlin den Stempel gesetzt hat.

Sarah und Dieter Kleesiek, Heide