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eindeutig der von Landrat Frank Eger im Kreis-Schulausschuss vertretenen Auffassung, die Schulträgerschaft würde in diesem Fall von der Gemeinde auf den Landkreis übergehen. „Diese Sichtweise kann ich absolut nicht teilen“, sagte Bley.„Wille des Gesetzgebers ist es, dass eine Gemeinde, die jetzt Träger einer Haupt- und Realschule ist, dies auch bei einer Oberschule sein soll“, betonte Bley. Wenn die Gemeinde Hude einen Antrag auf Einführung der Oberschule mit gymnasialem Zweig formuliert, könne sie gleichzeitig beantragen, die Schulträgerschaft bei der Kommune zu belassen.
Voraussetzung, so der Landtagsabgeordnete, sei eine Einigung zwischen Gemeinde und Landkreis. Da Hude die Bedingungen – 79 Schüler, davon mindestens 27 Gymnasialschüler pro Jahrgang – „allemal erfüllt“, sieht Bley keinen Grund, das Einvernehmen zu verweigern.
Bley: GAG nicht gefährdet
Das Graf-Anton-Günther-Gymnasium, das mit sechs Klassen pro Jahrgang derzeit aus Sicht der Landesschulbehörde „sehr groß“ ist, sei in seiner Existenz nicht gefährdet, wenn es „30 Huder Schüler weniger“ haben werde, meinte Bley. Der Landkreis dürfe sich nicht „willkürlich“ gegen das Huder Vorhaben sperren, mahnte der Christdemokrat: „Ich habe die dringende Bitte an den Landkreis, das so zu akzeptieren.“
Der Gesetzgeber wolle ein wohnortnahes gymnasiales Angebot schaffen, erklärte Bley. Am 16. und 17. März wollen die Landtagsfraktionen von CDU und FDP das Gesetz zur Neuordnung der Schulstruktur in Niedersachsen verabschieden.
Hudes Bürgermeister Axel Jahnz geht davon aus, dass es zu einer „einvernehmlichen Lösung“ mit dem Landkreis kommen wird. „Wir haben bisher eine gute Zusammenarbeit gepflegt, das sollte auch künftig so bleiben.“ Allerdings betonte Jahnz noch einmal, dass die Gemeinde Hude nicht bereit ist, nach der Debatte um einen IGS-Standort ein weiteres Mal das Nachsehen zu haben.
Jahnz erwartet, dass sich Wüstinger Grundschüler mit Gymnasialempfehlung auch künftig eher Richtung GAG orientieren werden. „Wir haben also ein ureigenes Interesse daran, dass das gymnasiale Angebot dort nicht gefährdet wird. Die Auswirkungen sind verkraftbar.“
Treffen am Donnerstag
An diesem Donnerstag treffen sich Landkreis, Gemeinde und Schulbehörde in Wildeshausen. „Wir bleiben am Ball“, versprach Jahnz. „Ich bin überzeugt, dass der Landkreis zügig handeln wird, wenn in der übernächsten Woche das Gesetz im Wortlaut vorliegt.“ Er rechnet noch vor Ostern mit einem Signal aus dem Kreishaus – „und zwar mit einem für uns positiven“.
