Hude - In der Lehrküche im Obergeschoss der Peter-Ustinov-Schule sind die Handwerker gerade dabei, die neue Lüftungsanlage zu installieren. Fußboden und Decke müssen auch noch erledigt werden. „In zwei Wochen kommt die neue Küche“, sagte Oberschuldirektor Nico Rettcher. „Das liegt im Zeitplan.“
Die Schule gehe davon aus, dass nach den Herbstferien im sanierten Küchenbereich alles richtig genutzt werden könne. Solange würden die Hauswirtschafter theoretischen Unterricht machen. Die Sanierung war nach rund 40 Jahren erforderlich geworden.
Wichtig war für den Schulleiter, dass alle Sanierungsarbeiten, die Krach und Dreck machen, weitgehend abgeschlossen sind, wenn die Schule an diesem Donnerstag wieder beginnt.
In den Ferien wurden auch weitere Teile der Schulfassade saniert. Neben der Küche entstehen vier Büroräume, die unter anderem für die Sozialarbeiter benötigt werden. Im Untergeschoss entsteht noch eine Hausmeister-Werkstatt.
Insgesamt investiert die Gemeinde Hude in diesem Jahr in den fünften Bauabschnitt der energetischen Sanierung des Hauptgebäudes der Peter-Ustinov-Schule rund 930 000 Euro, wie Kämmerer Olaf Hespe berichtete.
Multifunktionsraum
Weitere 490 000 Euro werden in diesem Jahr in den neuen Multifunktionsraum mit Essensausgabe an der Außenstelle Hohelucht der Huder Oberschule investiert. Auch hier sind in den Sommerferien alle Arbeiten, die Dreck und Krach machen, weitgehend erledigt worden, so dass der Schulbetrieb starten kann. Drei Klassenräume sind von den Bauarbeiten in diesem Trakt betroffen. Sie wurden ausgelagert in den Kunstraum, den Textilraum und die Bücherei, die entsprechend umgebaut wurden, wie Nico Rettcher berichtete.
„Es läuft alles wie geplant und wie abgesprochen“, stellte Rettcher am Mittwoch auch zu den Arbeiten an der Hohelucht fest. Er geht davon aus, dass die neue Mensa dort Anfang 2016 in Betrieb gehen kann. „Gleich nach den Weihnachtsferien“, sagt er.
Die Huder Oberschule wird an diesem Donnerstag 92 neue Fünftklässler in vier Klassen während einer Feierstunde im Forum der Ustinov-Schule begrüßen. Hinzu kommen Wiederholer und ab der nächsten Woche voraussichtlich auch noch einige Kinder aus dem Kreis der Flüchtlingsfamilien. Alles zusammen ergebe eine Jahrgangsstärke von um die 100 Kinder, sagt er Schulleiter.
Integration
Was die Aufnahme weiterer Flüchtlingskinder betrifft, die in der nächsten Woche zu erwarten ist, sieht Rettcher derzeit noch keine gravierenden Probleme. An der Schule seien bereits zehn Kinder von Asylbewerbern. „Sie haben sich bisher reibungslos integriert“, sagt er. Mit den zwei Schulstandorten und damit relativ kleinen, gut überschaubaren Systemen, und dem zusätzlichen Sprachunterricht, der sehr wichtig sei, bestünden an der Huder Oberschule derzeit die Möglichkeiten, Kinder aus Flüchtlingsfamilien noch relativ gut zu integrieren.
