Jever - Sicher Surfen im Internet: Am Donnerstag endete an der Elisa-Kauffeld-Oberschule Jever ein Präventionsprojekt, das der Rotary-Club Jever/Jeverland gesponsort hatte. Bei „Sicherer Spaß im Internet“ wurden rund 40 Schüler der sechsten Klasse seit November über Gefahren des Internets – vor allem in Bezug auf die Nutzung mit dem Smartphone – aufgeklärt.
„90 Prozent der Schüler in dem Alter haben ein Smartphone mit Internetzugang, die anderen gelten oft als Außenseiter“, sagt Diplompädagoge Marcus Gand, der das Projekt durchführte und einmal wöchentlich eine Stunde mit den Schülern abhielt. „Das muss man einfach realistisch betrachten.“
Umso wichtiger sei, die Schüler frühzeitig zu sensibilisieren, klar zu machen, welchen Schaden ein unbedachter Umgang mit den neuen Medien verursachen kann. Schwerpunkte bildeten bei dem Projekt der Umgang mit Smartphone, sozialen Netzwerken und dort insbesondere mit persönlichen Daten.
Bei einer Übung mussten die Schüler anonym Kommentare auf Zettel schreiben – ähnlich wie digital in sozialen Netzwerken. „Es ist auffällig, dass meist auf die vorherigen Kommentare eingegangen wird und dann versucht wird, sich gegenseitig zu übertrumpfen – in positiver wie negativer Hinsicht“, so Gand.
Die Folge: der Ton kann schnell ins Beleidigende umschlagen, kaum jemand macht sich die Folgen des „Cyber-Mobbings“ bewusst. Ein weiterer Themenbereich waren juristische Aspekte, die Wiard Wümkes von der Polizei den Schülern näher brachte.
„Das Netz vergisst nicht“, sagt Marcus Gand. Gelöschte Fotos seien immer noch im Netz vorhanden, die Rechte liegen bei den sozialen Netzwerken, wenn man sie einmal hochgeladen habe. Und: „Das Netz ist nicht so anonym wie viele denken. Man kann sich dort auch schnell strafbar machen“, sagt der Pädagoge.
Für Sprecher Andreas Baumgart und Präsidentin Tina Kähler vom Rotary-Club Jever/Jeverland war es wichtig, ein Jugend-Projekt zu unterstützen, das einen nachhaltigen Nutzen hat, sagen sie.
