NWZ
. Die Anmeldung von Schülern für die neue Schulform ist ab Mittwoch, 22. Juni, möglich. Die neuen Lehrer wirken bereits in der Planungsgruppe mit, die bekanntlich den Unterricht der neuen Schulform vorbereiten soll.Wie sieht die neue Oberschule aus? In Klasse 5 und 6 werden die Schüler jahrgangsbezogen gemeinsam unterrichtet – egal, ob sie eine Empfehlung fürs Gymnasium, für die Realschule oder die Hauptschule haben: dieselben Fächer, denselben Stoff. Eine „innere Differenzierung“ findet dabei auch seitens der Schüler selbst statt, erklärte Konrektor und Planungsgruppenleiter Thomas Schmacker: „Sie sollen lernen, je nach ihren Fähigkeiten und mit Unterstützung der Lehrkräfte selbst herauszufinden, was sie bereits können oder nicht.“
„Auch Stärkere profitieren“
So seien etwa in Gruppenarbeit an verschiedenen „Stationen“ unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zur Erarbeitung desselben Unterrichtsstoffs in derselben Unterrichtsstunde möglich. Schmacker betonte, dass die Schüler unterschiedlicher Leistungsstärke vom gemeinsamen Unterricht durchaus profitierten: „Auch die stärkeren Schüler werden dadurch nicht schwächer, sondern stärker.“
Und für die Eltern bedeute die Oberschule, dass sie künftig nicht mehr nach Klasse vier entscheiden müssen, welchen Weg ihr Kind in der Schule einschlagen soll.
Nach Leistung differenziert wird erstmals ab Klasse 6 – bei den dann angebotenen Kursen in Mathe und Englisch. Auch eine zweite Fremdsprache kommt dazu. Bis zu welcher Klasse der jahrgangsbezogene Unterricht fortgeführt werden soll, wird die Planungsgruppe noch in Zusammenarbeit mit den Eltern festlegen. Sie tagt auch zu diesem Thema am Dienstag, 21. Juni.
Noten wird es von Anfang an auch weiterhin geben, wurde betont. Wie die Schulleitung erklärte, werde angestrebt, die Schüler möglichst lange mit denselben Lehrern zu unterrichten, wobei es keinen Klassenlehrer, sondern ein Klassenlehrer-Team geben soll. Zweimal die Woche werden die Schüler nachmittags auch Pflichtunterricht haben – jeweils zwei Stunden von 13.30 bis 15 Uhr, so dass die Schüler auf 29 Unterrichtsstunden die Woche kommen. Die Klassen sollen maximal 28 Schüler haben. Beim Vormittagsunterricht von jeweils fünf Stunden von montags bis freitags strebt die Oberschule auch Doppelstunden an, damit nicht sechs unterschiedliche Fächer an einen Vormittag unterrichtet werden.
Schülertransport kostenlos
Der Unterricht für die 5. Klassen soll ab 1. August um 8.10 Uhr beginnen, bereits ab 7.25 Uhr wird jedoch eine Betreuung sichergestellt, betonte der Schulleiter. Der Schülertransport wird vom Landkreis Ammerland organisiert und ist kostenlos. Für die jetzigen Haupt-und Realschüler ändert sich an der Schule nichts, betonte auch Konrektor Eckard Klages, der wie seine Kollegen von der Schulleitung im neuen Schulmodell auch die Möglichkeit und Notwendigkeit sieht, mit neuen Unterrichtskonzepten zu arbeiten.
Anmeldungen für die neue Schule werden ab Mittwoch, 22. Juni, im Schulzentrum Wiefelstede, Am Breeden 7, in 26215 Wiefelstede entgegen genommen.
