Harpstedt - Ein lange unbesetzter Platz im Schulausschuss des Samtgemeinderates war bei der jüngsten Sitzung wieder belegt: Schülervertreterin Theresa Musielski wurde von Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse über ihre Pflichten als stimmberechtigtes Ausschussmitglied belehrt. Ihre Vorgänger hatten diese Aufgabe in der Vergangenheit nicht besonders ernst genommen.
Gleich nach der Pflichtenbelehrung hörte sie von Schulleiter Peter Bilski, wie es mit ihrer eigenen Schule weiter gehen wird – auch wenn die Umwandlung zur Oberschule nur die kommenden Jahrgänge direkt betreffen wird.
Wie Bilski berichtete, hat die bereits vor der Genehmigung der Oberschule bestehende inoffizielle Arbeitsgruppe ihre Aufgabe am 1. Februar auch formell übernommen und den Schulleiter zudem zum Leiter der Arbeitsgruppe ernannt. Seitdem würden vor allem grundsätzliche Fragen über den künftigen Aufbau der Schule beraten. Viele Fragen seien aber weiter offen.
So wird beraten, ob die Schüler nach Jahrgängen oder Schulformen zusammengefasst werden sollen. Bilski wies darauf hin, dass diese Entscheidung nach zwei Jahren revidiert werden kann. Aus Gesprächen mit anderen Schulen zeige sich, dass auch die schon etwas länger bestehenden Oberschulen ihr Konzept noch nicht fest aufgestellt hätten. Beraten wird auch, wann die Schüler ihre Fachleistungskurse wählen – nach dem fünften, sechsten, oder siebten Schuljahr. In diesen Fachleistungskursen werden Stärken des jeweiligen Schülers besonders gefördert.
Die Planungsgruppe wird sich in lockerem Rhythmus ungefähr alle vier Wochen treffen. Dazwischen werden einzelne Themen in kleineren Teams bearbeitet.
Auf ein spezielles Profil werde sich die Schule nicht sofort festlegen, berichtete Bilski, erst wolle man die Umwandlung an sich umsetzen.
Neben Lehrkräften beteiligen sich auch Eltern an der Planungsgruppe. Schüler hätten sich bislang nicht gemeldet – obwohl das Interesse an der Umwandlung durchaus groß sei. Allerdings seien die aktuellen Schüler ja nicht direkt betroffen.
Gemeinsam mit der Samtgemeinde sei außerdem die Zulassung des offenen, also für die Schüler nicht verpflichtenden Ganztagsschulbetriebs beantragt worden, berichtete der Schulleiter. Eltern von Grundschulkindern aus Harpstedt und Dünsen können sich bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 17. März, um 19 Uhr in der Grundschule in Harpstedt über den Stand der Umwandlung informieren. Außerdem ist für Freitag, 24. April, ein Tag der offenen Tür an der Haupt- und Realschule von 14 bis 18 Uhr geplant.
