Ofen - Zu Tierdompteuren, Clowns, Jongleuren und Trapezartisten werden in dieser Woche die Kinder an der Grundschule Ofen. Für sie ist die Woche mit dem Mitmachzirkus Eldorado der Höhepunkt der Feiern zum 425-jährigen Bestehen der Schule in Ofen.
In Ofen ist der Zirkus, der an vielen anderen Schulen in der Umgebung schon häufiger zu Gast war, zum ersten Mal. Seit Montag steht das Zirkuszelt auf dem Bolzplatz hinter der Schule und schon jetzt können die Kinder viele Tricks mit den Zirkushunden, den Ziegen oder den Lamas, bauen als Akrobaten Pyramiden oder lassen geschickt Plastikteller auf Stöcken rotieren.
Zwei Vorstellungen
„Jeweils die Hälfte der Kinder ist im Zirkus und die andere Hälfte im Unterricht“ erklärt Schulleiterin Barbara Schwarte. So haben die Zirkusprofis genug Zeit, sich um alle Kinder zu kümmern und die Lehrer können dafür sorgen, dass auch der Schulstoff nicht zu kurz kommt. „In dieser Zeit können wir mit kleineren Gruppen in den Klassen auch noch intensiver auf manche Schüler eingehen", sagt Schwarte. Dabei wurde darauf geachtet, dass alle Kinder, die Geschwister an der Schule haben, in einer gemeinsamen Gruppe sind. „Sonst müssten Eltern und Familie am Freitag ja zu beiden Aufführungen kommen“, sagt die Schulleiterin.
Denn natürlich üben die Kinder nicht nur für sich. Am Freitag um 15 und um 18 Uhr gibt es jeweils eine große Zirkusshow. Vormittags sind außerdem die Kinder aus dem Kindergarten Ofen zur Generalprobe eingeladen.
Neue Schulmöbel
Als Ehrengäste bei den Vorstellungen sind außerdem Vertreter der Gemeinde, ehemalige Schulleiter und Sponsoren und Unterstützer der Schule. Schließlich hat die sich zu ihrem 425-jährigen Bestehen viel vorgenommen. Den kompletten Austausch der Tische und Stühle für alle Klassen und die Anschaffung, moderner und ergonomischer Schulmöbel.
Die Ausstattung für die erste Hälfte der Klassen, die Jahrgänge drei und vier, hatte Schulleiterin Barbara Schwarte schon bestellt, bevor das große Schul- und Dorffest mit Sponsorenlauf stattgefunden hatte. Inzwischen konnte die Rechnung für die ersten Möbel, immerhin 20 000 Euro, bezahlt werden. Allein 8000 Euro sind über den „Club der 425er“ zusammengekommen. Für diesen Club hatten Schule und Förderverein 425 Spender gesucht, die jeweils 50 Euro (oder mehr) spenden wollten.
Noch ist der Club nicht voll, aber noch sind ja auch nicht alle Klassen mit neuen Möbeln ausgestattet. In Zukunft will Schwarte die aber auch erst bestellen, wenn das Geld für einen Klassensatz – jeweils 5000 Euro vorhanden – ist. Die Erfahrungen mit den ersten 70 Tischen und Stühlen zeigten in jedem Fall, dass sich der Aufwand gelohnt habe, meint die Schulleiterin. Die Kinder könnten mit den neuen Möbeln viel ruhiger arbeiten. Und weil sie leicht und beweglich sind, ermöglichen sie auch viel Flexibilität in der Klasse. Wenn ein Kind mal mehr Ruhe braucht, kann es mit seinem Tisch ganz einfach umziehen.
