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Grundschule Jugendliche bauen für Kinder

OFENERDIEK - Vier Jahre hat es gedauert, nun ist die Umgestaltung des Schulhofes der Grundschule Ofenerdiek, Lagerstraße, fertig. Ein Klettergarten ist entstanden. Es gibt ein grünes Klassenzimmer mit Tischen und Bänken im Außenbereich sowie verschiedene Unterstände. Krönender Abschluss des gesamten Projektes war der Bau eines Gerätehauses für Spielgeräte, die in den Pausen ausgeliehen werden können. Dieses Haus wurde in dieser Woche offiziell in Betrieb genommen.

Bei der Schulhofumgestaltung hat die Grundschule eng mit der Jugendwerkstatt der Volkshochschule (VHS) zusammengearbeitet. „Wir sind unheimlich froh über diese Unterstützung“, sagt Schulleiter Eibe Ruth. Für die Jugendwerkstatt wiederum war die Kooperation auch wichtig, denn: „Kundenorientierung ist in unserer Arbeit ein wichtiges Element zur Entwicklung von Motivation, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit, Verantwortung und auch Selbstbewusstsein der Teilnehmer“, betont Jugendwerkstatt-Leiter Gerd Hunke.

Gut 100 Plätze

Die Einrichtung ist eine von etwa 100 Jugendwerkstätten in Niedersachsen. Sie wird vom Land, der Arge und der Stadt Oldenburg gefördert. Gut 100 Plätze gibt es in den verschiedenen Werkstattbereichen (Tischlerei, Zimmerei, Garten- und Landschaftsbau, Zierpflanzen/Floristik, Küche/Service/Hauswirtschaft, Soziale Berufe).

Das Angebot der Jugendwerkstatt richtet sich an junge Erwachsene, bei denen der Übergang von der Schule in Ausbildung oder Arbeit nicht gelungen ist. Es umfasst verschiedene Lehrgänge zur beruflichen Orientierung und Qualifizierung, aber auch zum Nachholen von Schulabschlüssen. Gleichzeitig ist die Jugendwerkstatt anerkannte Ersatzeinrichtung für die Erfüllung der Berufsschulpflicht.

Ein Schwerpunkt bildet die praktische Arbeit. Hunke: „Die einzelnen Werkstattbereiche sind professionell ausgestattet und in ihrer Arbeitsweise an betrieblichen Abläufen und Anforderungen ausgerichtet.“ Die Teilnehmer ordnen sich entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten den einzelnen Bereichen zu. Unter Anleitung des Fachpersonals stellen sie zusätzliche Produkte her oder Dienstleistungen bereit, die von gemeinnützigen und kommunalen Einrichtungen angefragt werden – wie zum Beispiel von der Grundschule Ofenerdiek.

Stolz auf Ergebnisse

„Zwar dauern unsere Produkte immer etwas länger, aber qualitativ brauchen sie den Vergleich mit professioneller Arbeit nicht zu scheuen“, sagt Hunke, „die Teilnehmer können am Abschluss eines Projektes stolz auf die von ihnen geleistete Arbeit zurückblicken und die meisten tun das auch, wenn auch manchmal nicht so offensichtlich.“

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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