OHMSTEDE - Jetzt ist Schluss im Hort an der Kurlandallee. Wie berichtet, wurde die städtische Einrichtung mit Beginn der Sommerferien aufgelöst, denn die Räume sollen zu einer Krippe für die Betreuung von 13 Kindern unter drei Jahren umgebaut werden.
Über diese Neuerung wurden die Eltern der Hortkinder im Oktober 2011 unterrichtet. „Bis zum letzten Öffnungstag sollte sich für unsere Kinder nichts ändern. Doch so war es nicht. Sie wurden zwar betreut – aber zwischen gepackten Umzugskartons. Ausrangiertes lag zum Sperrmüllabtransport vor dem Haus. Die Kinder haben das wie einen Rausschmiss empfunden“, ärgert sich die Mutter eines Neunjährigen, der Kita und Hort sechs Jahre besucht hat.
Mit der Auflösung des Hortes ist nun auch Schluss mit der gewohnten Ferienbetreuung. „In der Ganztagsgrundschule Ohmstede gibt es die nicht. Dafür wird uns jetzt in der Grundschule Nadorst eine Ferienbetreuung angeboten, die aber teurer ist, als die im Hort“, sagt die Mutter. 55 Euro pro Woche sowie täglich drei Euro Essensgeld koste die Ferienbetreuung durch den Kindertagesstätten- und Beratungsverband (KiB) in der Grundschule Nadorst. „Im Hort musste man dafür pro Monat 156 Euro zahlen.“
Die Art und Weise, wie das Ende des Hortes vollzogen wurde, findet die Ohmstederin nicht in Ordnung. „Es gab nie ein Abfrage bei den Eltern nach einer Ferienbetreuung. Wir waren ja so zufrieden mit dem Hort Kurlandallee, deshalb sind wir jetzt so traurig.“
Durch die Umwandlung der Grundschule Nadorst in eine Kooperative Ganztagsschule würden die Horträume in der Kita Kurlandallee nicht mehr benötigt, erläutert Stadtsprecher Andreas van Hooven den Hintergrund. Da die Grundschule Ohmstede eine Ganztagsgrundschule sei, könnten die Kinder das dortige Angebot wahrnehmen. Eine Ferienbetreuung finde dort aber nicht statt. „Die Kinder der Grundschule Ohmstede, die bisher einen Hortplatz im Hort Kurlandallee hatten, sollten aber durch die Umstellung nicht schlechter gestellt werden. Deshalb können sie die Ferienbetreuung während ihrer Grundschulzeit an der Grundschule Nadorst wahrnehmen.“
Van Hooven bestätigt, dass während der letzten Betreuungswoche Kisten gepackt und Sperrmüll abgefahren wurde. Denn eigentlich wollte man mit dem Um- und Anbau für die Krippe (Gesamtkosten: 250 000 Euro) in den Ferien beginnen. Doch laut van Hooven gab es mehrfach Umplanungen. Deshalb könnten die Bauten noch nicht in den Ferien starten. „Das haben Kita und Träger aber endgültig erst in der vergangenen Woche erfahren.“
