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„Ohne Frau und Kinder ginge es nicht“

Einmal Afrika – hin und zurück. Dies ist nur eine Station im Lebenslauf von Hans-Eko Trei, Studiendirektor des Fachgymnasiums Wirtschaft in Friesoythe. Seit Mai 2004 ist der Friesoyther für ein breites Aufgabenfeld im Fachgymnasium an der Thüler Straße verantwortlich: Angefangen mit der Schülerauswahl über die Stunden- und Vertretungsplanerstellung bis hin zur Einberufung von Fachkonferenzen und Vorbereitung als auch Durchführung des Abiturs.

Nach dem Schulabschluss am Wirtschaftsgymnasium in Cuxhaven und einer dreijährigen kaufmännischen Ausbildung bei der Karstadt AG studierte der gebürtige Bad Bederkesaner in Göttingen Wirtschaftspädagogik und Sport. Dem Studienseminar in Oldenburg folgte im Februar 1985 der Dienstbeginn an der Friesoyther Außenstelle der Berufsbildenden Schulen Cloppenburg. „Anfänglich übernahm ich lediglich eine Schwangerschaftsvertretung im Fach Sport am Standort Scheefenkamp. Später unterrichtete ich aber auch zukünftige Einzelhandels- und Bürokaufleute an der Thüler Straße“, sagt Trei.

Einer halbjährigen Abordnung als Verwaltungshilfe an die Berufsbildenden Schulen in Wernigerorde in Sachsen-Anhalt im Jahr 1991 folgte, drei Jahre später, eine Bewerbung beim Deutschen Entwicklungsdienst. „Ich wollte einfach nochmal raus“, sagt der zweifache Familienvater.

Gesagt, getan. Am 3. Januar 1995 startete Familie Trei vom Flughafen in Frankfurt am Main Richtung Afrika. In Tansania unterrichtete der Friesoyther Lehrer die Oberstufe eines Mädcheninternats. Die Entwicklungsunterschiede im Gegensatz zu Deutschland waren enorm. „Es gab kein fließendes Wasser, ständig Stromausfälle und meine Frau kochte über offenem Feuer. Außerdem gab es weder Zeitung noch Radio oder Fernsehen“ erzählt Trei. Die Umstellung sei aber kein Problem gewesen. „Daran gewöhnten wir uns sehr schnell“, sagt der Lehrer. Eine „unbeschreibliche Ruhe“, die Besteigung des 5895 Meter hohen Berges Kilimandscharo aber auch die tägliche Konfrontation mit der Tropenkrankheit Malaria seien wertvolle Erfahrungen für den 50-Jährigen gewesen. Der Entwicklungsdienst war nach drei Jahren beendet, und zum Schuljahr 1997/1998 kehrte die Familie wieder nach Friesoythe zurück.

„Wirklich schlechte Erfahrungen“ habe der Diplomhandelslehrer in seinem Beruf noch nie gemacht. „Ich unterrichte gerne“, sagt Trei. In den Reformen des Schulsystems sieht er allerdings noch Handlungsbedarf.

Als „zentralen Dreh- und Angelpunkt“ seines Lebens sieht der Friesoyther seine Familie. „Sie hat mich bisher in all meinen Vorhaben unterstützt. Ohne meine Frau und Kinder ginge es nicht“, sagt Trei.KLO

Hans-Eko Trei

Studiendirektor

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