OLDENBURG - Nach der Arbeit das Vergnügen: Mit ihren Abschlüssen in der Tasche feierten am vergangenen Wochenende die Absolventen von sechs Oldenburger Schulen ihre Abschlussbälle.
In den Bümmersteder Krug zog es die Absolventen der Realschule Hochheider Weg, von denen viele weiterhin zur Schule gehen wollen: „Ich werde jetzt mein Abitur machen“, erzählte Clarissa Paul, die mit ihrem Notenschnitt von 1,8 besonders stolz sein kann – sie ist Jahrgangsbeste.
Natürlich waren auch wieder stolze Eltern mit von der Partie: „Unser Sohn Steffen war ein sehr guter Schüler und hatte eine ganz tolle Klasse, auch der Klassenlehrer hob den Zusammenhalt hervor“, sagte Dirk Mehrens.
Die Weser-Ems-Halle war fest im Griff des Abschlussjahrgangs der Realschule Eversten. „Ich bin sehr froh, dass es vorbei ist“, freute sich die 17-jährige Kim Trang überschwänglich. Sie feierte gemeinsam mit ihren Freunden zu Party-Klassikern der Live-Band „Convairs“, obwohl die Musik den Eltern noch ein bisschen besser gefiel, als den Sprösslingen. Doch spätestens als der DJ nach dem Konzert Hip-Hop über die Lautsprecher schickte, waren auch die jungen Leute kaum noch von der Tanzfläche zu bekommen.
Doch Abschlussball heißt nicht nur Feiern, sondern oftmals auch Abschied nehmen. „Es ist, als ob man von seiner zweiten Familie getrennt wird“, sagte Mareike Götting von der Realschule Kreyenbrück, die mit ihrem Jahrgang im Wardenburger Hof feierte. „Meine Freundin Ulrike kenne ich immerhin schon seit der Grundschule“, ergänzte Caroline Costabel. Doch die Neugier auf die eigene Zukunft ließ die Wehmut sehr schnell wieder verfliegen. „Ich mache nun eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten“, freute sich Ulrike Rump.
Eine kleine aber glückliche Runde von Abiturienten feierte ihren Abschlussball in vertrauter Umgebung im Abendgymnasium. 19 Absolventen hatten in den vergangenen drei Jahren in den Abendstunden, in der Regel neben dem Beruf, die Schulbank gedrückt, um ihr Abitur nachzuholen.
„Die Doppelbelastung war hart“, gab Matthias Ginkel zu. Der 28-Jährige ist hauptberuflich Offizier bei der Bundeswehr. Nun möchte er Jura studieren. Schuldirektor Gotthard Schönbrunn lobte den Einsatz der Abiturienten: „Sie sind mit festen Zielen gekommen, sonst hätten sie das nie durchgehalten.“
Gemeinsam feierten in der „Harmonie“ die Absolventen des Technischen Gymnasiums vom Bildungszentrum für Technik und Gestaltung sowie des Fachgymnasiums Gesundheit und Soziales aus der BBS III. „Ich habe mich auf Ernährungswissenschaft spezialisiert“, erzählte Katrin Baumgarten. Die Schulzeit an der BBS sei schön gewesen, trotzdem sei sie froh, dass es nun vorbei ist. Ihre Zukunft sieht die 21-Jährige jetzt in einem Studiengang, für den sie Oldenburg leider verlassen muss. „Ich möchte Lebensmitteltechnologie studieren.“
