Oldenburg - Enttäuschte Schüler gibt es momentan genügend. Dieses Jahr finden keine Abibälle, keine Abifahrten und keine Abipartys statt. Nichts ist wie in den Jahren zuvor. Aber wie sieht es mit den Zeugnisvergaben aus?
Aufgrund der neusten Lockerungen dürfen wieder bis zu 250 Menschen an kulturellen Veranstaltungen unter Beachtung der Sicherheitsabstände und mit Mundschutz teilnehmen. Die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen müssen allerdings sitzen und ihre Kontaktdaten müssen dokumentiert werden. Die NWZ hat ausgewählte Schulen in Oldenburg befragt, wie die Planungen zu den Zeugnissübergaben aussehen und ob es vielleicht doch zu Festlichkeiten kommen könnte.
Herr Denker, der Schulleiter der Oberschule an der Alexanderstraße, sieht die momentane Situation positiv. „Wir möchten voraussichtlich am Freitag, 3. Juli, in der Aula unseres Schulzentrums (Alexanderstraße) feiern. Das Ganze würde dann natürlich Gruppenweise und unter Beachtung der Hygieneregeln stattfinden“, berichtet der Schulleiter. Durch die einzelnen Gruppen seien nicht zu viele Schüler gleichzeitig in einem Raum und die Abstände könnten besser eingehalten werden. Die Organisation stehe noch nicht ganz fest, aber es sei vielleicht sogar im Anschluss ein kleiner Umtrunk mit Unterstützung der Eltern möglich.
An der IGS Flötenteich ist laut Aussage der Schulleitung für Donnerstag, 2. Juli, eine Zeugnisvergabe für die rund 170 Absolventen des 10. Jahrgangs geplant. Im Forum der Schule sollen drei Veranstaltungen hintereinander stattfinden, zu denen jeder Schüler zwei Begleitpersonen mitbringen darf. Die Sitzmöglichkeiten für alle Teilnehmer mit genügend Sicherheitsabstand seien schon ausprobiert worden. Auch für die Abiturienten der Schule wird für Freitag, 10. Juli, eine Zeugnisvergabe geplant, die allerdings in der Turnhalle der Schule stattfinden soll. Wie viele Begleitpersonen und Sitzmöglichkeiten es hier schlussendlich geben wird, stehe allerdings noch nicht ganz fest.
Ole Westerhoff, stellvertretender Schulleiter des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung (BZTG), berichtet der NWZ, dass für den 13. Jahrgang des beruflichen Gymnasiums (Straßburger Straße), eine Zeugnisvergabe in drei Gruppen geplant ist. „Weil die Gruppen nur höchstens 20 Personen umfassen werden, darf jeder Schüler sogar bis zu vier Begleitpersonen mitbringen. Die Zeugnisvergabe findet dann im Schulhof der Schule statt“, berichtet der stellvertretende Schulleiter.
Die Schüler des Abschlussjahrgangs des BZTG am Standort Ehnernstraße werden laut Westerhoff allerdings keine Veranstaltung planen können. Am Standort Ehnernstraße gehören zu viele Lehrkräfte zur Corona-Risikogruppe. Dies sei natürlich schade für die Schüler, aber die Gesundheit aller Beteiligten stehe in Zeiten wie dieser an erster Stelle, sagt Westerhoff.
