Oldenburg - Mehr als dreißig Schulen in der Stadt haben am Freitagvormittag ihren Strom und zum Teil auch ihre Heizung abgedreht – als Zeichen für einen sparsamen Umgang mit Ressourcen und für den Klimaschutz. Der regelmäßige Aktionstag ist Teil des städtischen Energiesparprojekts „abgedreht?!“ für Schulen, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, Energie und Wasser zu sparen. Zurzeit nehmen 39 Oldenburger Schulen an dem Projekt teil. Sie konnten allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen seit 1997 mehr als drei Millionen Euro einsparen.
Das Regionale Umweltbildungszentrum der Stadt (RUZ) meint zudem, dass die Kinder weniger „normale“ Geschenke bekommen oder machen – sie sollen stattdessen „Geschenke für das Klima“ machen. „Das sind Geschenke, die den Konsum nicht ankurbeln und den Neukauf möglichst vermeiden”, sagt Christel Sahr vom RUZ. „Wie wäre es, wenn wir mehr ,Zeit zum Zuhören’, einen ,Reparatur-Gutschein fürs Fahrrad’ oder einen ,Exklusivnachmittag ohne Handy’ verschenken würden?“, fragt sie.
Die beteiligten Grundschulen werden das RUZ-Stationenlernen „Geschenke für das Klima“ umsetzen, so die Stadt. „Sie beschäftigen sich mit der Produktionskette eines Teddys und spüren Prozesse und Bereiche auf, bei denen Klimagase entstehen. Danach bereiten sie klimafreundliche Geschenke wie Gutscheine, eine Wettermassage und eine ,Warme Dusche guter Worte’ vor“, so die Stadt. Auch weiterführende Schulen nähmen die Konsum-Folgen in den Blick und überlegten „nachhaltige Alternativen zur Gestaltung des Weihnachtsfestes“. Zudem machten die beteiligten Schulen „dem Klima das ganze Jahr über Geschenke“, in dem sie Energie sparten, Recyclingpapier nutzten oder Solaranlagen auf dem Schuldach betrieben.
