OLDENBURG - OLDENBURG/EX - Heute wird in der Stadt gestreikt – und das nicht zu knapp. Betroffen sind neben der Müllabfuhr (die NWZ berichtete) auch Stadtverwaltung, Universität, Fachhochschule, Landeskrankenhaus und Staatstheater.
Bei der Stadtverwaltung sollen nach Angaben der Gewerkschaft vor allem Hausmeister, Jugendgerichtshilfe und die Beschäftigten in den Kindertagesstätten streiken. Die Folgen waren gestern unklar. „Wo möglich und nötig, werden wir Notdienste einrichten“, sagte Stadtsprecher Jürgen Krogmann, der von Arbeitsniederlegungen „in größerem Umfang“ ausgeht, „aber wir werden das nicht völlig vom Bürger fernhalten können.“ Notdienste soll es vor allem in den Kindertagesstätten geben.
Bei der Universität sind die Bibliothek und die technischen Werkstätten betroffen. „Das ist dort unser erster Streik überhaupt“, meinte Verdi-Sekretär Peter Syga, der mit 100 Teilnehmern (von etwa 800 angestellten Beschäftigten) rechnet. Ein Uni-Sprecher erklärte, man wolle alles tun, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Bibliothek soll auch aus Sicht von Verdi nicht geschlossen werden.
Beim Landeskrankenhaus Wehnen gibt es einen Notdienst. Nicht bestreikt wird heute das Klinikum Oldenburg, das beim Aktionstag am 1. Februar einbezogen war.
Bei der Müllabfuhr gilt: Restmüll- und Biotonnen werden nicht geleert, die Wertstoffannahmestellen und die Abfallbehandlungsanlage in Neuenwege bleiben geschlossen. Gelber Sack und blaue Tonne sind nicht betroffen.
