OLDENBURG - Große Freude an der Comeniusschule: Die Förderschule legt ein Tanz-Projekt auf, dessen Konzept am Montag von Stadt und Präventionsrat mit dem Förderpreis für kulturelle Bildung ausgezeichnet worden ist. Ab Februar startet in der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen das jahrgangsübergreifende Tanzprojekt über zwei bis drei Monate im Rahmen des Unterrichts – am Vormittag jede Woche mit bis zu zwei Stunden.

Die Kooperation zwischen der Schule und dem Tänzer und Choreographen Marco Jodes ist nur eine von 34 Partnerschaften, die auf dem vergangenen Kontaktpunkt Schule/Kultur „schoOL’n’art“ im Oktober 2010 entstanden sind. Der Preis ist verbunden mit einer Unterstützung in Höhe von 1000 Euro.

Comenius-Schulleiter Stephan Hagemann sagte: „Durch den Förderpreis ist dieses wunderbare Projekt erst möglich geworden.“ Hagemann betonte mit Blick auf das Projekt die Bedeutung der Haltung der Lehrer gegenüber den Bedürfnissen und Entwicklungsbedürfnissen der Schüler. Für Tänzer Marco Jodes ist Tanzen,  „das Wundersame im Alltäglichen sichtbar zu machen, die intensive Erfahrung des Körpers als Medium, ein Miteinander und Zueinander und die Akzeptanz des Anderen, nicht Verstehbaren“.

Für Christiane Maaß, die das Schule-/Kultur-Projekt der Stadt leitet, geht es auch darum, dass Schüler hierdurch lernen „besser zu leben und zusammenzuleben“. Was die Jury überzeugt habe, sei vor allem der hohe Beteiligungsgrad der Schüler, sagte Ulrike Heinrichs, Sprecherin der Jury und Vertreterin des Präventionsrats. „Orientiert an den Interessen der Kinder des 3. und 4. Jahrgangs wird ein Tanzstück entwickelt, das auf einem Schulfest für die Unterstufenschüler und einen Teil der Mittelstufe aufgeführt werden soll.“ Alle Klassen werden durch die kreative Gestaltung des Raumes und die Herstellung des Bühnenmaterials ebenso einbezogen wie das gesamte Kollegium. Wichtig waren der Jury auch die Dauer, die Umsetzung in der Kern-Unterrichtszeit und die Verankerung im Schulalltag.

Die Jury, in der auch Kulturamtsleiterin Christiane Cordes und Anja Kramer von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung saßen, vergab zudem zwei Sonderpreise (je 500 Euro). Gefördert werden so das gemeinsame Projekt des museumspädagogischen Dienstes der Stadt, der Ateliergemeinschaft W.1 und der Grundschule Dietrichsfeld, das sich mit Horst Janssen als Recycling-Künstler beschäftigt. Unterstützung erhält zudem das gemeinsame Projekt des Fachseminars Musik am Studienseminar Oldenburg und des Lokalsenders oeins für die Medienbildung im Referendariat.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg