OLDENBURG - Auftrieb für Frauenkarrieren: Eine Offensive zur Förderung junger Akademikerinnen starten Universität und EWE-Stiftung mit der Aktion „Frauen, Karriere, Wissenschaft“, die von der Stadt unterstützt wird.

Anne G. Kosfeld, Gleichstellungsbeauftragte der Universität und Initiatorin des Projekts, stellte die Initiative am Donnerstag im Rathaus gemeinsam mit Erster Stadträtin Silke Meyn und Dr. Stephanie Abke, Leiterin der EWE-Stiftung, vor. Höhepunkt wird die Ausschreibung des Helene-Lange-Preises für Nachwuchswissenschaftlerinnen sein, der mit 10 000 Euro dotiert ist und am 30. Oktober erstmals vergeben wird.

Wie Helga Wilhelmer, Dezernentin für akademische Angelegenheiten, berichtete, gibt es an der Universität Oldenburg mit 30 Prozent deutlich mehr Professorinnen als im Bundesdurchschnitt, der 16 Prozent beträgt. Die Zahl der Studienanfängerinnen rangiert schon seit einigen Jahren über 50 Prozent.

Auf dem Weg in die akademischen Höhen bleiben besonders in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern viele Frauen auf der Karriereleiter stecken. Bundesweit wurden nur elf Prozent der neuen Professorenstellen weiblich besetzt. Und so wird der Helene-Lange-Preis 2009 an eine Wissenschaftlerin im Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) vergeben werden, die mit ihrer Forschung und Lehre einen entscheidenden Beitrag zur Hochschulentwicklung geleistet hat. Wie Anne G. Kosfeld erläutert, wird eine hochkarätige Jury die Preisträgerin aus allen Einsenderinnen auswählen.

„Frauen müssen stärker in Hochschulforschung und -lehre integriert werden.“ Zu diesem Schluss kommt auch Dr. Heide Ahrens, Vizepräsidentin der Universität. „Auch in Oldenburg gibt es noch viel zu tun. Wir sind auf einem guten Weg.“

Dazu gehört der Festakt am 30. Oktober bei der Verleihung des Helene-Lange-Preises unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Während dieser Feier werden Professorinnen verschiedener Generationen – darunter die Oldenburger Familiensoziologin Rosemarie Nave-Herz – Einblicke in ihre Karrieren geben.

Infos unter www.FrauenKarriere

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