Oldenburg - Seit Mitte März musste sich die Universitätsbibliothek angesichts von Corona auf digitale Dienstleistungen für Studium und Forschung beschränken. Nun startet sie in einen Sonderbetrieb, der neben weiteren Services für universitäre Nutzer auch erste Dienstleistungen für Externe umfasst. Wie in den vergangenen Monaten hat der Gesundheitsschutz Priorität, es gelten besondere Hygieneregeln.
Die Bibliothek kann jetzt wieder vor Ort genutzt werden: Von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr können Bücher aus den Regalen entnommen, Kopien und Scans angefertigt und Bücher entliehen werden. Externen Nutzern mit Bibliotheksausweis bietet die Bibliothek die Möglichkeit, Bücher zu bestellen und diese montags bis freitags zwischen 16 und 18 Uhr abzuholen.
Um die Bibliothek nutzen zu können, müssen sich Besucher im Eingangsbereich authentifizieren und auch während ihres Aufenthalts einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Verweildauer beträgt maximal 30 Minuten, und es dürfen vorerst nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig vor Ort sein. Desinfektionsmittel stehen bereit, außerdem sind die Wartebereiche mit Abstandshaltern versehen. Als Lern- und Arbeitsort steht die Bibliothek noch nicht wieder zur Verfügung. Dies ist für eine nächste Phase des Sonderbetriebs angedacht – ebenso wie die Öffnung der Bereichsbibliothek Wechloy.
Auch in den vergangenen beiden Monaten konnten Bücher ausgeliehen und zurückgegeben werden. „Diesen Service bieten viele andere Universitätsbibliotheken erst seit Kurzem wieder an. Uns war es im März sehr wichtig, schnell auf die schwierige Situation zu reagieren und neue Angebote zu etablieren. So konnten wir die Informationsversorgung zum Start des Sommersemesters bestmöglich sichern“, sagt Bibliotheksdirektorin Heike Andermann. Die Mitarbeiter haben gedruckte Literatur und in hohem Umfang wissenschaftliche E-Books bereitgestellt. Zudem wurden aus dem Home-Office heraus zahlreiche telefonische und schriftliche Anfragen zur Ausleihe und zum Anfertigen von Scans bearbeitet, heißt es. „Diese Dienste sind sehr gut angekommen und tausendfach in Anspruch genommen worden“, so Andermann.
Dass in der ersten Phase des jetzt gestarteten Sonderbetriebs noch nicht allen Nutzern der gleiche umfassende Service geboten werden könne, bedauert Andermann. Das habe auch urheberrechtliche Gründe, so dürfe beispielsweise der Scanservice nur uni-intern angeboten werden. „Wie die gesamte Universität nehmen auch wir unsere Verantwortung sehr ernst, unsere Nutzerinnen und Nutzer wie auch unsere Beschäftigten bestmöglich zu schützen. Wir bereiten uns aber schon jetzt intensiv darauf vor, unsere Dienstleistungen möglichst bald auszuweiten“, sagte Andermann.
