OLDENBURG - Die Organisatoren haben wieder ganze Arbeit geleistet. Sie bereiteten ihren ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschülern ein schönes Wiedersehen.

Realschule Auf dem Ehnern

Im Juni 1968 fand die Abschlussklassenfahrt statt. Die 10 c der Realschule Auf dem Ehnern fuhr seinerzeit unter Führung ihres Klassenlehrers, Herrn Kropp, nach Berlin. Dieses Ereignis haben aus der damaligen Klasse Denise Hartwig (geb. Kröpelin), Reinhold Kempermann, Ingo Krüger und Wolfgang Wulf (heute SPD-MdL) zum Anlass genommen, ein Versprechen des letzten Klassentreffens zu verwirklichen, und eine Erinnerungsfahrt der Klasse nach Berlin organisiert.

Und es klappte. Immerhin fuhren 16 von den einst 36 Schülerinnen und Schülern für drei Tage in die Hauptstadt und frischten alte Erinnerungen an Ort und Stelle auf. Der Ausflug begann mit einer Besichtigung des Reichstages. Die Oldenburger SPD-Bundestagsabgeordnete Gesine Multhaupt führte die Gruppe persönlich durch das Gebäude und zeigte den Gästen auch Bereiche, die sonst nicht zum normalen Programm von Besuchergruppen gehören. Das war schon ein gelungener Auftakt.

Eine Stadtrundfahrt auf der Spree, eine Revueveranstaltung im Friedrichstadtpalast und der Besuch zahlreicher Glanzpunkte in der Hauptstadt standen weiter auf dem Programm an diesem Wochenende. Dazu lange Abende bei lauem Wetter vor Berliner Kneipen mit vielen Gesprächen über alte Zeiten. Und so fuhren die 16 glücklich aber erschöpft wieder nach Hause. Die meisten zurück nach Oldenburg, aber manche hatte es auch in andere Städte der Republik verschlagen.

Es war ein Super-Wochenende, meinten alle, und man versprach, sich in fünf Jahren wieder zu treffen und diesmal eine andere Stadt gemeinsam zu besuchen.

Wirtschaftsgymnasium

Im Jahr 1958, als das Wirtschaftsgymnasium noch Wirtschaftsoberschule hieß, legten sie dort ihr Abitur ab. Zum Jubiläum 50 Jahre danach trafen sie sich wieder und verlebten eine harmonische Verabschiedung des Abitur-Jahrgangs 2008 in der Aula der BBS Haarentor. Eingeladen hatte wieder Ingo Meents, der die Klassentreffen seither organisiert.

Der kleine Stadtspaziergang vom Schloss zum Waffenplatz, mit viel Interesse an den Themengärten, vermittelte ein anderes Oldenburg als zur Schulzeit, waren doch einige Teilnehmer zum ersten Mal nach 50 Jahren wieder in der Heimatstadt.

Am Abend im Ratskeller erinnerte man sich beim Beschauen alter Fotos und Erzählen vieler Döntjes an die längst vergangene Schulzeit. Die zukünftigen Treffen sollen regelmäßig alle zwei Jahre am „Siebenschläfer“ stattfinden.

Blumenhofschule

Im Gebäude der Freien Walddorfschule war früher die Blumenhofschule untergebracht: eine Volksschule nur für Mädchen – jedenfalls bis vor 51 Jahren. Der letzte Mädchen-Jahrgang, der die Schule abschloss, traf sich jetzt einmal wieder. Elke Rüscher (geb. Habben) und Monika Girbrach (geb. Schröder) hatten die Zusammenkunft organisiert. „Das letzte Treffen ist schon elf Jahre her. Da gab es wieder viel zu erzählen. Und manche hatten sich seit der Schulzeit nicht wiedergesehen. Man musste schon gucken, um alle wiederzuerkennen“, erzählt Elke Rüscher, die die Klassenkameradinnen in ihren Party-Keller geladen hatten. 24 Damen, die meisten aus Oldenburg und Umgebung, waren zum Treffen gekommen. Man stattete auch der früheren Schule eine Stippvisite ab und stellte fest, dass sich in dem denkmalgeschützten Gebäude nicht allzu viel verändert hat. Wieder zurück im Hause Rüscher, ließ man es sich bei Würstchen und Salaten gut gehen. Ausgiebig schwelgte die Frauenrunde in Erinnerungen und

legte fest, sich spätestens in fünf Jahren wieder zu treffen.